Rolle rückwärts: PayPal bleibt doch in der Google Wallet nutzbar

Die Verwirrung war groß. Mitte März kursierten offizielle Meldungen über das Ende der PayPal-Integration in der Google Wallet. Der Bezahldienst informierte seine Kunden in Deutschland sogar per E-Mail über einen angeblichen Stopp für neue Verknüpfungen ab Ende März. Bestandskunden sollten den Service noch bis Juni nutzen können. Jetzt rudert das Unternehmen überraschend zurück. Gegenüber verschiedenen Medien bestätigte PayPal mittlerweile einen internen Kommunikationsfehler. Die drastischen Ankündigungen sind schlichtweg falsch.
Nutzer in Deutschland und den USA können ihre Konten weiterhin problemlos mit Google Pay verknüpfen. Das Unternehmen löschte die entsprechenden Warnhinweise bereits still und heimlich aus seinen offiziellen FAQ. Wer sich ein neues Android-Smartphone oder eine Smartwatch mit Wear OS zulegt, richtet die Verbindung wie gewohnt einfach neu ein. Bestehende Konten laufen ohnehin ohne Einschränkungen weiter. Eine klärende E-Mail an die verunsicherten Kunden steht allerdings noch aus.
Dieser plötzliche Sinneswandel überrascht. In den USA hatte das Unternehmen die Zusammenarbeit mit Google im vergangenen Jahr tatsächlich komplett beendet. Branchenbeobachter vermuteten einen ähnlichen Schritt für den deutschen Markt. PayPal drängt seine Kunden seit einiger Zeit ohnehin verstärkt zur hauseigenen App für kontaktloses Bezahlen per NFC. Das eigene System nutzt ebenfalls eine virtuelle Mastercard im Hintergrund, bietet aber oft Cashback-Aktionen oder spezielle Bonusangebote.
Für eine spezielle Nutzergruppe ist der Verbleib bei Google Pay allerdings ein echter Segen. Wer eine Smartwatch zum Bezahlen nutzt, schaut bei vielen bankeigenen Apps oder der Lösung von PayPal meist in die Röhre. Diese Dienste funktionieren oft ausschließlich auf dem Smartphone. Besonders Kunden von Banken ohne offizielle Google-Pay-Unterstützung schätzen PayPal seit Jahren als zuverlässige Brücke auf das Handgelenk. Diese praktische Hintertür bleibt der Android-Community nun glücklicherweise „bis auf Weiteres“ erhalten.
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