Samsung Galaxy Z Fold 8: Das Ende der Gratis-Speicher-Ära wird richtig teuer

offizielle Renderbilder des kommenden Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra in 2 verschiedenen Farben
Quelle: AndroidHeadlines
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Samsung spart ab jetzt. Wer beim kommenden Galaxy Z Fold 8, der neuen Ultra-Variante oder dem kompakten Z Flip 8 auf das gewohnt fette Gratis-Speicher-Upgrade schielt, schaut dieses Jahr wohl in die Röhre. Der Hersteller plant offenbar, uns für das doppelte Datenvolumen kräftig zur Kasse zu bitten. Ein teurer Spaß.

Halber Rabatt statt geschenktem Speicher

Bisher war die Sache klar. Vorbestellen bedeutete bei Samsung seit der Galaxy S23-Reihe fast immer: 512 Gigabyte Speicher einsacken, aber nur für 256 Gigabyte bezahlen. Ein verdammt cleverer Deal, der mir die Entscheidung für die sündhaft teuren Falter jedes Jahr aufs Neue versüßt hat. Damit soll laut einem Medienbericht aus Südkorea jetzt Schluss sein.

Kunden müssen künftig wohl 50 Prozent des Preisunterschieds zwischen den Speicherstufen selbst zahlen. Samsung übernimmt nur noch die andere Hälfte. Klingt nach einem fiesen Haken. Ist es auch.

Für mich als Blogger, der diese Geräte seit Generationen im Alltag nutzt, ist das ein echter Rückschritt. Ein Speicher-Upgrade ist im Alltag wichtiger als gedacht, gerade bei Foldables, die oft als mobile Büros herhalten müssen. Wenn ich für den Speicherplatz plötzlich extra zur Kasse gebeten werde, schrumpft der Anreiz zur Vorbestellung gewaltig.

Die Preise steigen, der Service schrumpft

Dazu kommt eine unschöne Kehrseite. Uns droht im Sommer eine saftige Doppel-Watschn. Die Speicher-Deals schrumpfen, während die Einstiegspreise zeitgleich nach oben klettern sollen.

Branchen-Gerüchte sprechen von einem Aufschlag von satten 100 US-Dollar für die Basismodelle des Galaxy Z Flip 8 und des neuen Galaxy Z Fold 8 Ultra. Das Flip würde damit bei 1.199 US-Dollar starten, das neue Ultra-Foldable bei brutalen 2.099 US-Dollar. Das normale Galaxy Z Fold 8 – das erste breitere Modell der Reihe – soll bei 1.899 US-Dollar loslegen.

Pustekuchen mit Schnäppchen-Feeling. Für uns Nutzer bedeutet das schlicht: Mehr bezahlen für weniger Gegenwert. Da helfen auch die 30 US-Dollar Samsung Credit für die Vorab-Reservierung oder ein beigelegtes Ladegerät kaum weiter.

Warum Samsung die Reißleine zieht

Der Grund für den Geiz ist kein Geheimnis. Die Preise für Speicherchips explodieren seit Monaten. Samsungs eigene Smartphone-Sparte (MX) steht wirtschaftlich massiv unter Druck.

Das Segment könnte im zweiten Quartal 2026 sogar einen operativen Verlust einstreichen. Da muss jeder Cent zweimal umgedreht werden. Also spart man eben bei den treuesten Fans. Ob das eine kluge Taktik ist? Völlig absurd. Gerade die Early Adopter haben die Foldables groß gemacht, und genau die verprellt man jetzt mit solchen Sparmaßnahmen. Am Ende leidet die Kundenbindung.

Der Speicher-Kollaps der Mobilbranche

Hinter den Kulissen tobt ein ungemütlicher Preiskampf. DRAM- und NAND-Flash-Speicher sind in der Beschaffung drastisch teurer geworden, was die Margen der Hardware-Riesen auffrisst. Obwohl Samsung als Halbleiter-Gigant eigentlich an der Quelle sitzt, leidet die eigene Mobil-Sparte unter den internen Transferpreisen des Gesamtkonzerns. Die Zeiten, in denen Speicherplatz als billiges Give-away taugte, sind vorbei.

Dieser Schritt zeigt eine tiefere Entwicklung im Markt. Der jahrelange Zyklus aus immer fetteren Vorbesteller-Boni als künstliche Absatz-Spritze funktioniert nicht mehr, wenn die Hardware-Kosten die Marge erdrücken. Wenn selbst der globale Marktführer bei seinen prestigeträchtigsten Flaggschiffen den Rotstift ansetzt, werden andere Hersteller diesem Trend bald folgen.

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