Samsung, Perplexity und „Hey Plex“: Drei Assistenten für die Galaxy S26-Reihe

Samsung Galaxy S26 Ultra Farben
Quelle: Samsung

Wer auf seinem Galaxy S26 „Hey Plex“ sagt, landet nicht in einer neuen, eigenständigen KI. Er landet bei Bixby – einem Bixby, das Perplexity als Suchmaschine im Rücken hat. Dieser Unterschied ist relevant und im bisherigen Medienbericht oft untergegangen.

Samsung hat die Partnerschaft mit Perplexity offiziell bestätigt, kurz vor dem Unpacked in San Francisco. Das Prinzip: Galaxy AI wächst zum Mehrfach-Agenten-System. Neben Gemini und dem überarbeiteten Bixby kommt Perplexity als dritter Baustein dazu. Aktivieren lässt sich die Funktion per Wakeword „Hey Plex“ oder über die Seitentaste per Gedrückthalten. Beides landet beim neuen Bixby, das im Hintergrund auf Perplexity als Echtzeit-Websuche zugreift.

Was das in der Praxis bedeutet: Perplexity läuft nicht als separater Agent parallel zu Bixby, sondern ist dessen neue Informationsquelle. Wer also eine Websuche per Sprache startet, bekommt Ergebnisse, die Perplexity aufbereitet hat, präsentiert über Bixbys Oberfläche. One UI 8.5 Beta 5 zeigt das bereits in Aktion, auch auf der Galaxy-S25-Serie. Der Rollout ist damit keine reine S26-Exklusivität mehr, Samsung hat lediglich noch keine offizielle Liste unterstützter älterer Geräte veröffentlicht.

Die tiefe System-Integration ist der eigentliche Kern der Ankündigung. Perplexity bekommt Zugriff auf Samsung Notes, Clock, Gallery, Calendar, Reminder und eine wachsende Zahl von Drittanbieter-Apps. Wer einen Reiseplan recherchiert, kann das Ergebnis direkt als Notiz ablegen, einen Reminder setzen und den Flug im Kalender eintragen – alles aus einem einzigen Sprachbefehl heraus, ohne zwischen Apps wechseln zu müssen. Das ist der Punkt, den Samsung mit dem Begriff „Multi-Agent-Ökosystem“ meint: nicht drei KIs, die parallel existieren, sondern drei Dienste, die kontextabhängig zusammenarbeiten.

Samsungs eigene Daten zeigen, warum dieser Ansatz marktrelevant ist. Laut internen Erhebungen nutzen bereits knapp 80 Prozent der Nutzer täglich mehr als zwei verschiedene KI-Tools. Für unterschiedliche Aufgaben greifen sie auf unterschiedliche Dienste zurück. Statt diese Fragmentierung zu ignorieren, baut Samsung sie direkt in One UI ein. Ob das die tatsächliche Nutzung vereinfacht oder nur die Zahl der möglichen Antworten erhöht, zeigt sich nach dem Launch.

Gemini bleibt Teil des Systems. „Hey Google“ funktioniert weiterhin, die Zusammenarbeit mit Google für frühen Modellzugang läuft parallel. Samsung reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen KI-Anbieter, löst sie aber nicht auf. Das ist strategisch sauber, aber kein Bruch mit Google.

Um über alle News auf dem Laufenden zu bleiben, abonniere meinen WhatsApp-Newsletter oder folge mir auf Google News, Mastodon oder Bluesky!


Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert