Smartphone‑Industrie trotzt 2025 den Hürden: Premiumtrend und 5G‑Schub treiben den Markt – Apple bleibt an der Spitze

Der weltweite Smartphone‑Absatz hat 2025 erneut zugelegt. Nach ersten Berechnungen von Counterpoint Research stiegen die Auslieferungen leicht an, getragen von zwei Entwicklungen: dem anhaltenden Trend zu höherpreisigen Geräten und der wachsenden Nachfrage nach 5G‑Modellen in aufstrebenden Regionen. Finanzierungsmodelle und starke Markenpräsenz verstärkten diesen Effekt zusätzlich.
Die Dynamik fiel jedoch regional sehr unterschiedlich aus. Während etablierte Märkte stagnierende Zahlen meldeten, sorgten Länder in Teilen Afrikas, dem Nahen Osten und dem asiatisch‑pazifischen Raum für Ausgleich. Befürchtete Zollfolgen führten zwar zu vorgezogenen Lieferungen, hatten aber insgesamt weniger Einfluss als erwartet.
Im Jahresranking setzte sich Apple erneut an die Spitze. Das Unternehmen erreichte rund ein Fünftel des globalen Marktes und profitierte von einer starken Nachfrage in Schwellenländern sowie von vielen Nutzern, die ihre Geräte aus der Pandemiezeit ersetzen. Im letzten Quartal erreichte Apple sogar einen Rekordanteil. Samsung folgte knapp dahinter und erzielte vor allem mit seiner Mittelklasse und den Premium‑Serien Fold und Galaxy S25 solide Ergebnisse. In einigen Regionen schwächelte das Unternehmen, konnte dies aber durch starke Zahlen in Japan und anderen Kernmärkten ausgleichen.
Xiaomi behauptete Platz drei mit stabilen Ergebnissen und einer klaren Ausrichtung auf höherwertige Modelle. Vivo legte leicht zu, während Oppo durch intensiven Wettbewerb in China Marktanteile verlor. Auffällig stark entwickelten sich kleinere Marken: Nothing und Google verzeichneten zweistellige Wachstumsraten und rückten damit stärker ins Blickfeld.
Für 2026 erwarten Analysten jedoch schwierigere Bedingungen. Engpässe bei Speicherchips und steigende Kosten durch die Priorisierung von KI‑Rechenzentren könnten die Branche bremsen. Erste Preissteigerungen sind bereits sichtbar. Counterpoint korrigierte die Prognose für das kommende Jahr daher nach unten. Besonders Hersteller im unteren Preissegment dürften unter den Lieferengpässen leiden.

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