Sony öffnet sich: Kommen PS5-Exklusivtitel bald auf Xbox und Nintendo Switch?

Sony PlayStation 30 Jahre
Quelle: Sony

Im letzten Jahr hat Microsoft seine Gaming-Strategie grundlegend verändert und baut das Xbox-Team so um, dass es zukünftig als Publisher für alle Plattformen fungiert – einschließlich der PlayStation 5. Nintendo wird wohl weiterhin auf Exklusivität setzen, doch bei Sony gibt es interessante Entwicklungen. PlayStation-Spiele erscheinen bereits auf dem PC, einer Microsoft-Plattform – und bald wohl auch auf der Xbox.

Aktuell sorgt eine neue Stellenanzeige von Sony für Aufsehen. Gesucht wird ein „Senior Director of Multiplatform & Account Management“, der die Veröffentlichung von PlayStation Studios-Spielen auf digitalen Plattformen außerhalb der eigenen Hardware verantworten soll. Dazu gehören explizit auch Steam, Epic Games Store, Xbox, Nintendo und mobile Geräte. Diese Ankündigung wirft Spekulationen auf, dass bekannte Sony-Marken wie „God of War“ künftig auch auf der Xbox erscheinen könnten.

Allerdings ist das nicht zwingend ein Hinweis auf eine vollständige Öffnung. Vielmehr scheint Sony sich speziell auf Live-Service-Titel fokussieren zu wollen. Eine eigene Abteilung soll offenbar bestehende Manager entlasten, um Multiplattform-Strategien bei diesen Spielen auszubauen. Das bedeutet aber nicht, dass Blockbuster wie „The Last of Us“ oder „Spider-Man“ bald auf Xbox und Switch laufen.

Es gibt Anzeichen dafür, dass Microsofts nächste Xbox-Generation näher an einem offenen Windows-PC mit Zugriff auf Steam und Epic Games Store angelehnt wird. Damit könnten PlayStation-Spiele einfacher auf der Xbox laufen – etwa auch auf dem kommenden Asus-Xbox-Handheld. Microsoft investiert aktiv in die Ausweitung der Plattformunabhängigkeit, was Sony zusätzliche Überlegungen abverlangt.

Obwohl Sony mit dem Verkauf der PlayStation erfolgreich ist und sich Exklusivtitel gut verkaufen, könnte die wirtschaftliche Realität bei der steigenden Komplexität von AAA-Spielen für ein Umdenken sorgen. Eine Multiplattform-Strategie bietet Vorteile, um höhere Einnahmen zu erzielen und breitere Zielgruppen zu erreichen.

Historisch waren exklusive First-Party-Spiele bei Sony, Nintendo und Microsoft wichtige Zugpferde für die Hardwareverkäufe. Während Third-Party-Titel oft plattformübergreifend erschienen, blieben eigene Marken exklusiv. Diese Grenze beginnt heute zu bröckeln. PlayStation hat einige exklusive Titel wie „Horizon Zero Dawn“ bereits auf den PC gebracht – bisher aber nicht auf andere Konsolen.

Die aktuelle Stellenausschreibung deutet darauf hin, dass Sony zumindest auf digitalen Plattformen neue Wege einschlagen will. Ein vollständiger Wechsel zur Multiplattform erscheint möglich, aber nicht sicher. Wahrscheinlich setzt Sony erst einmal auf Teilöffnungen und zeitlich begrenzte Exklusivität, um den Übergang zu erleichtern.

Microsoft und Sony nähern sich mit ihrem Mix aus Plattformstrategie und Serviceangeboten an. Xbox-Titel finden ihren Weg auf PlayStation und PC, während Sony offenbar eine Spielveröffentlichung über mehrere Plattformen plant. Dennoch bleibt abzuwarten, wie schnell und in welchem Umfang sich dieser Wandel vollzieht.

Sony wird garantiert weiterhin exklusive Marken pflegen, doch eine Multiplattform-Ausrichtung könnte die Branche grundlegend verändern.


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