Tesla setzt auf Unreal Engine: Mehr Realismus für die Visualisierung des autonomen Fahrens

Tesla bringt eine umfassende Neuerung bei der Darstellung im Fahrzeugdisplay: Die bisher eingesetzte Open-Source-Engine Godot wird durch die leistungsstarke Unreal Engine ersetzt. Diese Grafiktechnologie, bekannt aus der Spieleentwicklung, verspricht eine deutlich verbesserte Bildqualität und eröffnet neue Möglichkeiten für die Visualisierung des Full Self-Driving-Systems (FSD).
Bereits aktuelle Firmware-Versionen enthalten erste Hinweise auf die Integration der Unreal Engine. Zunächst profitieren nur Modelle mit der dritten Generation der Media Control Unit (MCU 3) und AMD-Hardware von dem Update. Ziel ist eine realitätsnahe Darstellung mit verbesserter Beleuchtung, detaillierten Umgebungsobjekten und erweiterten Anzeigeoptionen, die das Fahrerlebnis deutlich aufwerten.
Während das aktuelle FSD-System zwar Objekte wie Leitkegel erkennt, zeigt es diese bisher nicht auf dem Bildschirm. Mit der neuen Engine sollen solche Elemente künftig visuell dargestellt werden. Das sorgt für mehr Transparenz und ein besseres Verständnis der Fahrsituation. Auch die Einführung von 3D-Karten ist denkbar, wurde von Tesla jedoch noch nicht bestätigt.
Tesla folgt mit diesem Schritt einem Trend, den andere Elektroautohersteller wie Rivian bereits setzen. Die Unreal Engine wird dort für hochwertige Innenraumvisualisierungen genutzt. Die flexible Technologie eignet sich ideal für interaktive und Echtzeit-Grafiken in Fahrzeugen.
Der Umstieg auf die Unreal Engine erfordert mehr Rechenleistung. Daher ist die Einführung auf Fahrzeuge mit AMD-Prozessoren limitiert. In der Firmware 2025.20 für Model S und Model X mit AMD-Hardware wurden erste Dateien der neuen Engine entdeckt. Ein offizielles Erscheinungsdatum für das Update steht jedoch noch aus.
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