Volvo EX40: 575 km Reichweite, aber wo bleiben die Fakten?

schwarzer 2027er Volvo EX40
Quelle: Volvo
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Volvo spendiert dem kompakten EX40 eine aufgefrischte Optik, ein erweitertes Radarsystem und Google Gemini im Cockpit. Bis zu 575 Kilometer Reichweite stellt der schwedische Autobauer für das im belgischen Gent gefertigte Elektro-SUV in Aussicht. Doch ausgerechnet bei den entscheidenden Spezifikationen zu Batteriekapazität, Motorleistung und Ladegeschwindigkeit hüllt sich der Hersteller in Schweigen.

Drei neue Antriebe, aber keine Ladeleistung

Wer sich für den überarbeiteten Stromer interessiert, trifft künftig auf drei Antriebsvarianten: P5 electric, P5 Long Range electric und das Allrad-Topmodell P8 Performance AWD. Volvo überträgt damit das neue Benennungsschema des Volvo EX60 auf die kompakte Baureihe. Auf dem Papier klingt die angegebene Maximalreichweite von 575 Kilometern absolut konkurrenzfähig. Die Kehrseite der Medaille: Volvo nennt in seiner offiziellen Ankündigung keinerlei technische Eckdaten. Weder die Nettokapazität der Akkus noch die PS-Zahlen oder die maximale Ladeleistung an der Schnellladesäule werden beziffert. Neben dem Elektro-SUV überarbeitet die Marke zeitgleich den Verbrenner-Bruder XC40, der weiterhin als Mild-Hybrid-Benziner im Programm bleibt.

Die Modellpflege ist ein wichtiger Baustein innerhalb von Volvos angekündigter Produktoffensive bis 2030, bei der bestehende Plattformen mit modernerer Steuerungselektronik ausgerüstet werden. Statt einer neuen Fahrzeugarchitektur steht beim EX40 die digitale Aufrüstung im Vordergrund.

Neue Radarsensorik und Sicherheitscomputer ASDM

Das technische Herzstück des Facelifts liegt unter dem Blech verborgen. Volvo installiert ein neu strukturiertes Sensorset, bestehend aus einem Frontradar, jeweils zwei vorderen und hinteren Eckradaren sowie einer verbesserten Frontkamera. Sämtliche Daten laufen im Active Safety Domain Master (ASDM) zusammen, der als zentraler Sicherheitsrechner die Assistenzsysteme steuert. Flankiert wird das System von 12 Ultraschallsensoren um das gesamte Fahrzeug, zusätzlichen Parkkameras sowie einem dedizierten Parksteuergerät.

Diese Hardware bildet die Basis für erweiterte Notbrems- und Notlenkassistenten. Praktisch im Alltag ist der neue Door Opening Alert, der beim Aussteigen vor herannahenden Radfahrern oder Fahrzeugen warnt. Wer sich für das optionale Paket Pilot Assist entscheidet, erhält künftig einen integrierten Spurwechselassistenten. Auch eine 360-Grad-Kamera mit 3D-Ansicht wandert in die Optionsliste.

11,2-Zoll-Display und KI-Integration durch Google Gemini

Im Cockpit zieht das skandinavische Markenlayout der neueren Modellgenerationen ein. Ein hochformatiges 11,2-Zoll-Display dient als Zentrale für das Infotainmentsystem. Die überarbeitete Benutzeroberfläche schließt an die bereits angekündigte Cockpit-Aktualisierung beim Volvo EX40 an und soll die Bedienwege während der Fahrt verkürzen.

Für die Sprachsteuerung vertraut der Hersteller auf Google Gemini. Der KI-Assistent verarbeitet natürliche Sprachbefehle, plant Routen inklusive Zwischenstopps oder verfasst Mitteilungen. Die Sprachintegration baut auf Googles neuer Gemini-Infrastruktur für Fahrzeuge auf. Regelmäßige Over-the-Air-Updates (OTA) sollen sicherstellen, dass die Bordsoftware auch nach der Auslieferung auf dem neuesten Stand bleibt.

Äußerlich setzt der Volvo EX40 auf neu gezeichnete Matrix-LED-Scheinwerfer. Das „Thors Hammer“-Motiv fällt schlanker aus und leuchtet die Fahrbahn über 15 Segmente gezielt aus, ohne den Gegenverkehr zu blenden. Geänderte Stoßfänger, eine neu geformte Motorhaube, angepasste Kotflügel sowie überarbeitete LED-Rückleuchten runden den Auftritt ab. Der Innenraum profitiert zudem von neuen Sitzbezügen, überarbeiteten Ablagemöglichkeiten und einer angepassten Ambientebeleuchtung.

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