VW ID. Polo & Co: Mit LFP-Akkus und Staats-Bonus unter die 20.000-Euro-Marke

Volkswagen drückt bei der Elektromobilität massiv auf das Tempo und schickt im März 2026 den Cupra Raval als Vorreiter der neuen Electric Urban Car Family ins Rennen. Kurz darauf folgt im April der ID. Polo, der das Ende der klassischen Verbrenner-Ära in Wolfsburg endgültig besiegelt. Das Wichtigste für Käufer: Durch den Einsatz günstiger Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) startet der elektrische Polo bei rund 25.000 Euro. Wer die neue staatliche Kaufprämie für Haushalte mit einem Einkommen unter 80.000 Euro voll ausschöpft, drückt den Preis durch bis zu 6.000 Euro Förderung effektiv auf unter 19.000 Euro.
Die Technik hinter den kompakten Stromern ist kein Zufallsprodukt, sondern eine kalkulierte Antwort auf die EU-Flottenziele. Volkswagen verfehlte die Grenzwerte zuletzt deutlich und entging einer Milliardenstrafe nur durch eine neue Mittelwert-Regelung der Kommission für die Jahre 2025 bis 2027. Besonders spannend ist die neue M1e-Klasse für Fahrzeuge unter 4,20 Metern Länge. Diese Kleinwagen fließen mit einem Bonus-Faktor von 1,3 in die CO2-Bilanz ein. Der Verkauf von drei ID. Polo zählt für VW also fast so viel wie vier zugelassene Elektroautos, was den Konzern massiv bei der Emissions-Rechnung entlastet.
In der Basisversion bietet der ID. Polo mit seinem 37-kWh-Akku eine Reichweite von etwa 300 Kilometern nach WLTP. Wer mehr Ausdauer benötigt, greift zur 52-kWh-Variante mit NMC-Zellen, die bis zu 450 Kilometer schafft. Parallel zum klassischen Steilheck bringt VW den ID. Cross als SUV-Ableger, während Skoda mit dem Epiq das Portfolio ergänzt. Analysten sehen hier einen Wendepunkt für die Industrie, da Volkswagen mit diesen Modellen erstmals eine Gewinnmarge auf dem Niveau vergleichbarer Verbrenner erzielt. Die Ära des teuren Akkus als Verlustgeschäft scheint damit beendet.
Zum Marktstart im April bietet Volkswagen zunächst die leistungsstärkeren Versionen an, bevor die günstige Basisversion das Sortiment komplettiert. Der Innenraum kehrt glücklicherweise zu echten Tasten am Lenkrad zurück und verabschiedet sich von der oft kritisierten Touch-Bedienung der ersten ID-Generation. Mit dem ID. Every1 steht für 2027 zudem bereits der nächste Schritt in Richtung 20.000-Euro-Marke (vor Förderung) fest. VW liefert damit endlich die bezahlbaren E-Autos, auf die der Markt seit Jahren wartet.
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