VW-Konzern: Cupra Born startet mit Android-Infotainment, das Aus für Cariad?

Volkswagen zieht die Reißleine bei der eigenen Software-Entwicklung und wechselt in der Kompaktklasse auf Android. Der neue Cupra Born macht den Anfang und präsentiert auf seinem 12,9 Zoll Display ein Betriebssystem auf Google-Basis. Dieser Schritt markiert das endgültige Scheitern der bisherigen Cariad-Pläne für die Volumenmarken. Zuvor vollzogen bereits Porsche und Audi diesen technologischen Schwenk im Oberklasse-Segment. Nun profitiert auch der sportliche Bruder des ID.3 von der stabileren Architektur. Die Performance wirkt bei ersten Tests deutlich flüssiger als bei den ungeliebten Vorgängern.
Das neue System setzt auf Android Automotive, verzichtet aber auf den offiziellen Google Play Store. Stattdessen integriert Cupra eine eigene Store-Lösung mit einer kuratierten Auswahl an Applikationen. Wichtige Dienste wie Spotify oder YouTube gehören fest zum Repertoire der neuen Plattform. Gerüchte besagen sogar, dass Nutzer Google Maps und Waze direkt nativ installieren können. Bisher fehlt dafür jedoch die offizielle Bestätigung durch Live-Demonstrationen der fertigen Software. Unabhängig davon bleibt die klassische Smartphone-Spiegelung über Android Auto natürlich weiterhin vollumfänglich erhalten.
Der radikale Software-Wechsel kommt passend zur Überarbeitung des Cupra Born in diesem Jahr. Volkswagen muss jetzt liefern, um den Anschluss bei der Bedienbarkeit nicht komplett zu verlieren. Die Entscheidung für Android ist ein Eingeständnis, dass externe Expertise der eigenen Entwicklung überlegen ist. Das neue Infotainment könnte eines der schlagkräftigsten Verkaufsargumente für die kommenden MEB-Modelle werden. Der Konzern möchte mit diesem Befreiungsschlag die anhaltende Kritik an langsamen und abstürzenden Menüs beenden.
Details zum vollständigen App-Angebot hält der Hersteller momentan noch unter Verschluss. Man muss den offiziellen Marktstart abwarten, um die Tiefe der Systemintegration wirklich beurteilen zu können. Cupra positioniert sich hier als Vorreiter innerhalb der Kernmarken des VW-Konzerns. Wenn die Performance im Alltag hält, was die Optik verspricht, endet eine lange Durststrecke. Das Warten auf ein zeitgemäßes Bedienerlebnis hat für Kompaktwagen-Kunden bald ein Ende.
Update: Ich habe nochmals mit CARIAD gesprochen, die sich ganz klar auch zu Cupra positionieren.
Android Automotive bildet die technische Basis für das Infotainment in immer mehr Modellen des VW-Konzerns. Die Software-Tochter Cariad treibt diese Entwicklung markenübergreifend voran. Inzwischen nutzen nicht nur Porsche und Audi die neuen Systeme. Auch im aktuellen Cupra Born kommt der Infotainment-Stack der Entwickler zum Einsatz. Damit vereinheitlicht Cariad die Nutzererfahrung über verschiedene Fahrzeugklassen hinweg.
Cariad konzentriert sich bei der Software-Architektur auf die Versionen E3 1.1 und E3 1.2. Neben der Unterhaltung im Cockpit deckt das Team weitere wichtige Technologiefelder ab. Dazu gehören Assistenzsysteme für das automatisierte Fahren und die Cloud-Anbindung der Fahrzeuge. Auch die Software für die Fahrdynamik entsteht zentral bei der Konzerneinheit.
Die Strategie zielt auf eine effiziente Skalierung ab. Durch die zentrale Entwicklung landen Schlüsseltechnologien schneller in den unterschiedlichen Markenmodellen. Cariad liefert hierbei die digitalen Bausteine für moderne Mobilität. Der Fokus liegt klar auf einer stabilen Integration von Android Automotive in die bestehenden Architekturen. So profitieren Kunden vom Audi-SUV bis zum sportlichen Stromer von Cupra von identischen Software-Grundlagen.
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Insider: Clickbait
Was für ein Quatsch. Das Ding kommt doch von der cariad.
Da hast du recht, was für ein schlecht recherchiere Artikel
Junge, wieviel Müll kann man bitte verbreiten? 😀
Sowohl das Infotainment als auch der AppStore kommen von CARIAD.
AppStore von harmann
Seat/vw-apps von e.Solutions
cariad integriert nur