Waymos autonomes Fahren: Robotaxis der 6. Generation und 2,5-Milliarden-Deal mit Hyundai

Waymo Car
Quelle: Waymo LLC

Waymo schaltet einen Gang hoch und bringt die sechste Generation seiner autonomen Fahrtechnologie auf die Straße. Während die Konkurrenz noch mit Prototypen kämpft, basiert das neue System auf Erfahrungen aus über 320 Millionen Kilometern im Realbetrieb. Das technische Prunkstück bildet ein neuer 17-Megapixel-Bildsensor, der dank hoher Dynamik selbst bei Blendlicht Details aus tiefen Schatten zieht. In Kombination mit einem optimierten Lidar-System und verbesserten Radar-Algorithmen erkennt das Fahrzeug Hindernisse auch bei heftigem Schneefall oder Regen präzise. Die Hardware ist nun so effizient, dass Waymo die Anzahl der Kameras halbieren konnte, was die Produktionskosten massiv senkt.

Um die Expansion in über 20 neue Städte zu stemmen, steht laut Branchenberichten ein Mega-Deal mit Hyundai kurz vor dem Abschluss. Der südkoreanische Hersteller soll bis 2028 rund 50.000 speziell angepasste Ioniq 5 Elektroautos liefern. Bei einem geschätzten Stückpreis von 50.000 US-Dollar entspricht das einem Auftragsvolumen von 2,5 Milliarden US-Dollar. Für Hyundai käme dieser Vertrag zur rechten Zeit, da das Unternehmen zuletzt mit einem Gewinneinbruch von fast 40 Prozent im vierten Quartal 2025 zu kämpfen hatte. Die Fahrzeuge für Waymo sollen im neuen US-Metaplant in Georgia vom Band laufen, was zusätzliche steuerliche Vorteile verspricht.

Die neue Generation des „Waymo Driver“ ist als universelle Plattform konzipiert. Sie lässt sich flexibel in verschiedene Fahrzeugtypen integrieren – vom elektrischen Zeekr-Minivan „Ojai“ bis zum Hyundai Ioniq 5. Ein spezielles Audiosystem namens „EAR“ hilft dem Robotaxi zudem, herannahende Sirenen oder Züge frühzeitig akustisch zu orten. Trotz der technologischen Fortschritte bleibt das Thema Sicherheit sensibel, wie jüngste Untersuchungen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA nach Vorfällen in Sacramento zeigen. Waymo setzt jedoch weiterhin auf Redundanz durch Lidar und Radar, während Wettbewerber wie Tesla fast ausschließlich auf Kameras vertrauen.

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