Waze startet Testlauf für Ampel-Anzeige – zunächst nur in Israel

Nach jahrelangen Forderungen der Community zeigt Waze erstmals Ampeln direkt in der Kartenansicht. Damit zieht die Navigations-App nach, denn Google Maps bietet diese Funktion bereits seit 2022. Der Test läuft aktuell ausschließlich in Israel und bringt deutliche Einschränkungen mit sich. Während einer aktiven Navigation erscheinen höchstens drei Ampeln gleichzeitig, um die Benutzeroberfläche nicht zu überladen. Wer lediglich die Karte betrachtet, sieht dagegen alle Lichtsignale in der Umgebung. Ein weltweiter Starttermin ist noch nicht bekannt, doch der Versuch deutet darauf hin, dass die lange Wartezeit bald enden könnte.
Die Integration erfolgt bewusst vorsichtig. Google übernahm Waze bereits 2013, doch die Anpassung von Maps-Funktionen dauert oft Jahre. Nutzer hatten die Anzeige von Ampeln in Foren und Umfragen immer wieder gefordert. Waze setzt traditionell auf Crowd-Daten, während Google Maps eigene Kartendaten nutzt. Das erklärt die Verzögerung und die Limitierung auf drei Signale während der Fahrt. Ziel ist es, Fahrer nicht abzulenken und die Übersichtlichkeit zu bewahren.
In der Praxis bedeutet das: Wer navigiert, sieht nur die nächsten drei Ampeln entlang der Route. In der reinen Kartenansicht erscheinen alle Lichtsignale in der Nähe, was besonders für Fußgänger oder zur Planung hilfreich ist. Die Daten stammen aus einer Mischung von Community-Meldungen und Google-Maps-Informationen. Ob und wann die Funktion weltweit verfügbar wird, hängt vom Erfolg des Tests ab. Wahrscheinlich erfolgt eine schrittweise Ausweitung in Ländern mit hoher Waze-Nutzung wie den USA, Brasilien oder Frankreich.
Das neue Feature bringt klare Vorteile. Autofahrer können Kreuzungen besser einschätzen, Fußgänger profitieren von mehr Übersicht und Nutzer, die beide Apps verwenden, erleben mehr Konsistenz. Kritik gibt es dennoch: Die Beschränkung auf drei Ampeln reduziert die Nützlichkeit in Städten mit dichter Infrastruktur, und viele fragen sich, warum die Einführung so lange gedauert hat.
Bis zur globalen Einführung bleibt Google Maps die beste Alternative, da dort Ampeln bereits weltweit angezeigt werden. Andere Dienste wie Apple Maps oder HERE WeGo bieten ähnliche Funktionen, jedoch weniger umfassend. Wer Echtzeit-Community-Daten von Waze schätzt, kann beide Apps parallel nutzen.
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