WhatsApp testet Chatverlauf-Freigabe: Neue Mitglieder erhalten automatisch die letzten 24 Stunden – mit Ende-zu-Ende-Schutz

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Quelle: KI-generiert mit Ideogram

WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion für Gruppenchats, die den Namen „Recent History Sharing“ trägt. Damit können Personen, die einer Gruppe neu beitreten, automatisch die letzten 24 Stunden an Nachrichten einsehen. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt und ohne dass Admins oder Mitglieder manuell eingreifen müssen. Derzeit befindet sich die Funktion in der Android-Beta-Version 2.25.36.11 und soll in einem kommenden Update für alle Nutzer verfügbar werden.

Die Freigabe funktioniert so: Sobald ein Admin die Option in den Gruppeneinstellungen aktiviert, wählt WhatsApp ein bestehendes Mitglied aus, das die letzten Nachrichten erneut verschlüsselt. Das neue Mitglied erhält dann bis zu 1.000 Nachrichten oder den kompletten Verlauf der letzten 24 Stunden. Dabei bleibt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erhalten, sodass weder WhatsApp noch Meta Zugriff auf die Inhalte haben. Nachrichten werden nicht auf Servern gespeichert, sondern direkt zwischen den Geräten übertragen. Für bestehende Mitglieder gibt es keine Unterbrechung.

Die Begrenzung auf 1.000 Nachrichten verhindert, dass bei sehr aktiven Gruppen zu viele Daten übertragen werden. So bleibt die Funktion effizient und praktikabel. Besonders wichtig ist die Sicherheit: Nur das neue Mitglied sieht die freigegebenen Nachrichten, Admins können die Option lediglich aktivieren oder deaktivieren. Bei großen Gruppen wählt WhatsApp automatisch ein Mitglied aus, das die Nachrichten neu verschlüsselt. Der Zeitraum ist derzeit fest auf 24 Stunden eingestellt, könnte aber später anpassbar werden.

Der Nutzen liegt klar auf der Hand. Neue Mitglieder erhalten sofort den Kontext vergangener Diskussionen und müssen nicht auf Screenshots oder manuell weitergeleitete Nachrichten angewiesen sein. Projektgruppen, Familienchats oder Vereine profitieren davon, dass wichtige Informationen wie Treffpunkte oder Absprachen direkt sichtbar sind. Auch bei einem späteren Beitritt bleibt der letzte Tag an Nachrichten zugänglich, sodass niemand den Anschluss verliert.

Admins steuern die Funktion über die Gruppeneinstellungen. Standardmäßig ist sie deaktiviert und muss bewusst eingeschaltet werden. Für bestehende Mitglieder läuft die Freigabe im Hintergrund, ohne dass sie benachrichtigt werden. Der aktuelle Entwicklungsstand sieht einen Rollout im ersten Quartal 2026 vor. Wer die Funktion schon jetzt testen möchte, kann dem Beta-Programm beitreten und manuell nach Updates suchen.


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