Xiaomi E-Auto-Sparte ist profitabel: Die Strategie hinter dem rasanten Erfolg

Die Produktion von Elektroautos verschlingt normalerweise Milliarden. Startups wie Rivian oder Lucid kennen diese bittere Realität genau. Xiaomi liefert ein völlig anderes Bild. Der Elektronikkonzern erwirtschaftet knapp zwei Jahre nach dem Start des ersten Modells echte Gewinne. Die Fahrzeugsparte beendet das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven EBIT von umgerechnet 112,5 Millionen Euro. Das ist kein schöngerechneter Rohertrag. Diese Zahl beinhaltet bereits sämtliche Ausgaben für Entwicklung, Vertrieb und Marketing. Ein echter Profit in der Elektromobilität gleicht in dieser extrem kurzen Zeit einem kleinen Wunder.
Die Bilanzen zeigen ein rasantes Wachstum. Der Umsatz der Autosparte kletterte um knapp 224 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig stieg die Bruttomarge auf beachtliche 24,3 Prozent. Der chinesische Autohersteller profitierte dabei von steigenden Durchschnittspreisen pro Fahrzeug. Kunden zahlten im Schnitt rund 251.000 Yuan für ihren Neuwagen. Das pushte den Gesamtumsatz des Unternehmens auf über 57 Milliarden Euro. Die Fahrzeugsparte steuert nun aktiv zum Nettogewinn von 5,2 Milliarden Euro bei.
Zwei Modelle tragen diesen geschäftlichen Erfolg. Xiaomi lieferte im vergangenen Jahr exakt 411.082 Autos aus. Die Limousine SU7 dominierte zunächst den Markt in China ab der 200.000-Yuan-Klasse. Ende 2025 übernahm das SUV-Modell YU7 die alleinige Führung. Im Dezember entfielen knapp 78 Prozent der 50.212 ausgelieferten Einheiten auf dieses große Fahrzeug. Die Verkäufe der Limousine gingen währenddessen wegen eines anstehenden Modellwechsels zurück. Den offiziellen Nachfolger des SU7 präsentierte das Unternehmen bereits in der vergangenen Woche. Für das Jahr 2026 plant Xiaomi nun den weltweiten Verkauf von 550.000 Fahrzeugen.
Der schnelle Aufstieg in der Automobilindustrie hat klare logische Gründe. Xiaomi nutzt seine gigantische Fertigungskompetenz aus der Smartphone-Produktion eiskalt aus. Prozesse laufen von Beginn an hocheffizient ab. Hinzu kommt eine äußerst kluge Produktstrategie. Das Unternehmen dekonstruiert erfolgreiche Konzepte wie den Porsche Taycan. Ingenieure passen diese Ideen anschließend perfekt an die lokalen Bedürfnisse der Käufer an. Diese sogenannte Shanzai-Methode spart am Ende enorme Entwicklungskosten. Das Resultat dieser Taktik steht nun schwarz auf weiß in den offiziellen Büchern.
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