Xiaomi und Leica verlängern ihre Partnerschaft

Xiaomi 17 Ultra Leica Edition Header
Quelle: Xiaomi

Fast vier Jahre nach dem Start haben Xiaomi und Leica ihre Zusammenarbeit offiziell auf eine neue Stufe gehoben. Den Zeitpunkt hat Xiaomi bewusst gewählt: kurz vor dem globalen Launch der Xiaomi 17-Serie, der aller Voraussicht nach auf dem MWC Ende Februar stattfindet. Das war kein Zufall.

Die Partnerschaft begann im Mai 2022. Leica hatte sich zuvor von Huawei getrennt und suchte einen neuen Smartphone-Partner. Xiaomi griff zu. Seitdem steckt Leica in der Kamera-DNA jeder Ultra-Generation. Was sich jetzt ändert, ist das Modell der Zusammenarbeit: weg vom reinen „Co-Engineering“, hin zu einem sogenannten „Strategic Co-Creation“-Ansatz. Konkret bedeutet das, dass Leica nicht mehr erst in der Endphase der Produktentwicklung einsteigt, sondern von Beginn an. Optikdesign, Bildcharakteristik, Bedienlogik – alles fließt früher ein.

Das erste Ergebnis dieses neuen Modells ist das Xiaomi 17 Ultra, das in China bereits seit dem 25. Dezember erhältlich ist. Das Gerät trägt die erste Leica-APO-Zertifizierung, die je ein Smartphone erhalten hat. Das apochromatische Linsendesign reduziert chromatische Aberrationen auf optischer Ebene, nicht durch Software-Korrekturen hinterher. Dazu kommt ein 1-Zoll-Hauptsensor mit 200 Megapixeln, ein zweiter 200-MP-Sensor für den Telebereich mit stufenlosem optischen Zoom zwischen 75 und 100 mm, und eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera. Alle drei Linsen laufen mit Leicas UltraPure-Optik, die Streulicht und Ghosting minimieren soll.

Wer tiefer in die Leica-Welt eintauchen will, greift zur „Xiaomi 17 Ultra by Leica“-Edition. Die bekommt ein Dual-Tone-Design in Anlehnung an klassische Leica-M-Kameras, einen mechanischen Zoomring um das Kameramodul mit 20 Kugellagern und einer Mindestdetektionsgenauigkeit von 0,03 mm – sowie exklusive Bildprofile, die ikonische Leica-Filmemulsionen simulieren. International dürfte diese Version unter dem Namen „Leitzphone powered by Xiaomi“ vermarktet werden, zumindest in Japan ist das bereits bestätigt.

Was die Partnerschaftsverlängerung über das Xiaomi 17 Ultra hinaus bedeutet, hat Xiaomi in einem offenen Brief auf X skizziert: Leica-Optik, Designsprache und Bedienkonzepte sollen tiefer in die gesamte Produktlinie einfließen. Das klingt zunächst nach Marketing. Beim 17 Ultra sieht man aber, dass echte Substanz dahintersteckt. Der mechanische Kameragriff mit eigenem Akku, die APO-Zertifizierung, der Verzicht auf ein Rück-Display zugunsten eines besseren Wärmemanagements – das sind keine kosmetischen Entscheidungen.

Für Xiaomi ist die Zusammenarbeit mit Leica mehr als ein Gütesiegel. Sie ist das schärfste Argument im Kampf gegen Samsung und Apple im oberen Preissegment. In China startet das 17 Ultra ab umgerechnet rund 845 Euro. Für Deutschland dürften die Preise höher liegen.


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