Zweites Jahr im Minus: Teslas Auslieferungen brechen 2025 um 9 Prozent ein – und der Abwärtstrend beschleunigt sich

Tesla hat 2025 ein weiteres schwieriges Jahr hinter sich. Die weltweiten Auslieferungen gingen erneut zurück und fielen auf rund 1,64 Millionen Fahrzeuge. Das entspricht einem Minus von 9 Prozent gegenüber 2024 und liegt klar unter dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2023. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort, der das Unternehmen seit zwei Jahren begleitet.
Besonders schwach verlief das vierte Quartal. Tesla brachte nur etwas mehr als 418.000 Fahrzeuge an Kunden und lag damit rund 15 Prozent unter dem Vorjahreswert. Selbst die niedrigsten Prognosen wurden verfehlt, obwohl das Unternehmen zuvor selbst von höheren Zahlen ausgegangen war.
Der Rückgang zeigt sich in allen Modellreihen. Die Baureihen Model 3 und Model Y erreichten zusammen knapp 1,59 Millionen Auslieferungen und lagen damit unter dem Vorjahresniveau. Die übrigen Fahrzeuge – darunter Model S, Model X, Cybertruck und Semi – kamen zusammen auf gut 50.000 Einheiten und verloren damit ebenfalls deutlich.
Analysten sehen mehrere Gründe für die schwache Entwicklung. Das Modellportfolio gilt als veraltet, abgesehen vom überarbeiteten Model Y. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb, besonders in China und Europa. Hinzu kommt ein angeschlagenes Markenimage, das durch das politische Auftreten von Elon Musk belastet wird. Auch der Wegfall der US‑Förderung im Herbst 2025 führte nach einem kurzen Nachfragehoch zu einem deutlichen Einbruch.
Ein Bereich entwickelt sich jedoch positiv. Das Geschäft mit Energiespeichern erreichte im vierten Quartal einen neuen Rekordwert von 14,2 Gigawattstunden und bestätigt Teslas Ambitionen in diesem Segment.
Trotz der schwachen Fahrzeugzahlen legte die Aktie zu Beginn des US‑Handels leicht zu. Einige Marktbeobachter werten die Ergebnisse als Hinweis auf eine mögliche Stabilisierung der Nachfrage. Gleichzeitig betonen sie, dass autonome Systeme und KI‑Technologien künftig eine zentrale Rolle für Teslas Bewertung spielen werden. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch klar, dass das Kerngeschäft mit Elektroautos in einer schwierigen Phase steckt.
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