Reichweiten-Duell: Mercedes GLC EQ düpiert BMW iX3 bei der Autobahn-Effizienz
Die deutschen Premium-Bestseller BMW iX3 und Mercedes GLC EQ liefern sich aktuell ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen um die elektrische SUV-Krone. Während beide Modelle mit massiv verbesserter Reichweite glänzen, zeigt ein aktueller Praxistest dramatische Unterschiede beim realen Energiehunger. Wer auf der Autobahn nicht unnötig Strom verbrennen will, muss sich vom reinen Zahlen-Marketing der Bayern verabschieden.
WLTP-Illusion: Warum der große BMW-Akku ein Blender ist
BMW pflanzt dem iX3 einen massiven 108-kWh-Akku ein und übertrifft damit den 94-kWh-Speicher des Mercedes GLC EQ auf dem Papier deutlich. Doch dieser Reichweiten-Vorteil schmilzt auf dem Asphalt drastisch zusammen, da der Münchener Koloss mit der Energie schlicht schlechter haushaltet. Im direkten Autobahn-Vergleich von „What Car?“ verfehlt der BMW seine offiziellen WLTP-Angaben um satte 18 Prozent, während der Mercedes mit nur 9,4 Prozent Abweichung wesentlich ehrlicher kalkuliert.
Die harten Fakten im 550-Kilometer-Test
Unterm Strich liegt der Mercedes bei der realen Reichweite lediglich 25 Kilometer hinter dem BMW. Dass Effizienz bares Geld bedeutet, beweist der exakte Verbrauch nach einer Teststrecke von rund 550 Kilometern.
- Der Effizienz-Schock: Der BMW schluckte auf der Strecke stolze 110,54 kWh, während sich der aerodynamischere Mercedes mit sparsamen 103,58 kWh begnügte.
- Der Kosten-Faktor: An britischen Ladesäulen sorgte diese Differenz für einen handfesten Preisunterschied von 7 Euro zugunsten des Stuttgarters.
- Das Lade-Drama: Im Test brauchte der BMW absurd lange 41 Minuten für den Hub von 10 auf 80 Prozent, was massiv von der Norm abweicht.
Dieser Lade-Ausreißer des iX3 dürfte an einer fehlerhaften Ladesäule gelegen haben, denn unter normalen Bedingungen knacken beide SUVs die 20-Minuten-Marke locker. Dennoch zeigt dieses Duell schonungslos, dass reine Akkugröße im Jahr 2026 längst kein Garant mehr für die beste Langstreckentauglichkeit ist. Die Stuttgarter Ingenieure haben bei der Zellchemie und dem Inverter-Tuning schlicht den besseren Job gemacht.
Die Fixierung auf die nackte Batteriekapazität ist ein gefährliches Relikt aus den Pionierjahren der Elektromobilität. Dass Mercedes mit einem 94-kWh-Akku auf der Langstrecke derart nah an den wuchtigen 108-kWh-Speicher von BMW heranrückt, beweist die aktuelle Überlegenheit der Stuttgarter bei Antriebseffizienz und Aerodynamik.
Quelle: SmartDroid
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