Skoda streicht E-Auto-Pläne für Europa: Kommt der 7.000-Euro-Verbrenner Kylaq?

Skoda zieht bei günstigen Elektroautos vorerst komplett den Stecker und überlässt VW mit dem kommenden Modell „ID Every1“ das unprofitable Feld. Stattdessen prüft der tschechische Autobauer ernsthaft, den extrem preiswerten Verbrenner-Crossover Skoda Kylaq aus Indien nach Europa zu holen. Damit reagiert die Marke auf den weggebrochenen Markt für Stadtautos, in dem bezahlbare Nachfolger für den Citigo oder Ford Ka aktuell massiv fehlen.
MQB-A0-Plattform als Kampfansage an die 20.000-Euro-Grenze
Während der aktuelle Skoda Fabia hierzulande umgerechnet ab rund 24.500 Euro kostet, rollt der Kylaq in Indien für unfassbare 7.000 Euro vom Band. Skoda-CEO Klaus Zellmer sieht in dieser enormen Preisdifferenz eine klare geschäftliche Logik, weshalb ein Europa-Import mit technischen Anpassungen derzeit intensiv evaluiert wird. Der kompakte Crossover teilt sich die angepasste MQB-A0-Plattform des Volkswagen-Konzerns mit Modellen wie dem Kushaq und der Slavia-Limousine, was die Produktionskosten extrem drückt.
So soll die neue Skoda-Strategie aussehen:
- Strategie-Wechsel: Kein neues elektrisches Einstiegsmodell von Skoda mehr in diesem Jahrzehnt.
- Plattform-Fokus: Volle Konzentration auf Verbrenner-Margenbringer wie die Modelle Fabia, Scala und Kamiq.
- Potenzieller Import: Der in Indien für ca. 7.000 Euro angebotene Kylaq könnte an europäische Standards angepasst werden.
Das Aus für den elektrischen Citigo-Erben
Ursprünglich war Skoda tief in die Entwicklung der Studie zum ID Every1 involviert, der im kommenden Jahr als elektrischer Up-Nachfolger starten soll. Zellmer zog jedoch frühzeitig die Reißleine, da das schwächelnde Wachstum bei Batterieelektrofahrzeugen und die winzigen Margen das finanzielle Risiko für Skoda zu hoch schraubten. Somit bleibt die elektrische Basisversorgung im Konzern vorerst reine VW-Sache, während Skoda durch das Kombinieren von Komponenten aus sehr kosteneffizienten Quellen seine treue Verbrenner-Kundschaft bedient.
Skodas Rückzug aus dem elektrischen Einstiegssegment ist ein Armutszeugnis, das den europäischen Markt massiv unterschätzt. Der Gedanke, den auf der MQB-A0-Plattform basierenden Kylaq für Europa künstlich aufzupumpen, riecht verdammt nach einer panischen Notlösung, um die absurde preisliche Lücke zwischen dem 24.500-Euro-Fabia und dem toten Citigo zu schließen. Das ist keine nachhaltige Vision für bezahlbare Mobilität.
Quelle: Autocar
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Das Fazit deckt sich zu 100% mit meiner Meinung! Ich habe allerdings schon häufiger an anderer Stelle gelesen, dass sich gerade Verbrenner-Kleinwagen für VW & Co. nicht mehr lohnen und diese genau aus diesem Grund nur noch elektrisch angeboten werden. Es kann aber sein, dass es dabei um eine höhere Klasse ging, so ab Polo & Co.