Galaxy S26 FE: Exynos-Comeback und saftiger Preisaufschlag

Pressebilder des kommenden Samsung Galaxy S26 FE in 2 Farbvarianten
Quelle: Roland Quandt auf Bluesky
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Samsung meint es ernst mit der nächsten Fan Edition, haut uns beim Galaxy S26 FE aber direkt mal eine ordentliche Preiserhöhung um die Ohren. Ein riesiger Leak liefert uns fast drei Dutzend Marketingbilder und sämtliche technischen Daten vorab. Und was ich da sehe, schmeckt mir ehrlich gesagt nur teilweise.

Der Startpreis soll in Europa bei satten 799 Euro liegen – das sind entspannte 50 Euro mehr als beim Vorgänger. Für ein Gerät, das eigentlich als bezahlbare Flaggschiff-Alternative gedacht war, schrammt das gewaltig an der Realität der Käufer vorbei. Preislich leider völlig daneben, wenn man sieht, wie schnell der Preisverfall bei Android-Smartphones sonst abläuft.

Exynos-Prozessor und spärlicher Arbeitsspeicher

Unter der Haube schlägt der Exynos 2500, Samsungs hauseigener 3-nm-Deca-Core-Chip. Wir alle kennen die Sorgenfalten bei Exynos-Prozessoren im Alltag: Effizienz und Hitzeentwicklung waren in der Vergangenheit selten die besten Freunde vieler Nutzer. Ob das Teil im Dauerbetrieb wirklich abliefert, muss erst der Praxistest zeigen, aber riesige Begeisterung löst diese Ankündigung bei mir nicht aus.

Richtig geizig wird es beim Speicher: Samsung spendiert der Basisversion wohl weiterhin mickrige 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Im Jahr 2026 bei knapp 800 Euro UVP noch mit 128 GB Speicher um die Ecke zu kommen, ist schlichtweg frech. Wer mehr Platz braucht, muss zwingend zur 256-GB-Variante greifen.

Ordentliches Display, bekannte Kameras und Akku-Lichtblick

Beim Display gibt es dagegen wenig zu meckern. Das 6,7 Zoll AMOLED-Panel löst in Full-HD+ auf, bietet flüssige 120 Hz und schafft bis zu 1.900 Nits Helligkeit. Verpackt ist das Ganze in einem schlanken Gehäuse mit flachem Aluminiumrahmen, Gorilla Glass Victus+ und einer neu gestalteten, pillenförmigen Kamerainsel auf der Rückseite. Als Farben stehen Blueberry, Graphite und Pistachio zur Auswahl.

Das Kamerasetup übernimmt weitgehend das bekannte Rezept: Eine 50-MP-Hauptkamera, eine 12-MP-Ultraweitwinkelkamera und eine 8-MP-Telekamera mit dreifachem optischen Zoom. Das ist solide Kost für den Alltag, aber eben kein technischer Quantensprung. Ein echter Pluspunkt ist hingegen der 4.900-mAh-Akku mit 45 Watt Ladeleistung. Dank EU-EPREL-Zertifizierung wissen wir schon jetzt, dass der Akku über 1.200 Ladezyklen mindestens 80 % seiner Kapazität behält.

Sieben Jahre Updates retten den Gesamteindruck kaum

Was Samsung unbestreitbar richtig macht, ist die Software-Pflege. Ganze sieben Jahre Android-Updates und Sicherheitspatches bekommt der Hobel ab Werk mit Android 17 spendiert. Wer das Smartphone lange nutzen will, ist hier also auf der sicheren Seite.

Am Ende bleibt aber der faule Beigeschmack beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 799 Euro erwarte ich schlichtweg mehr als 8 GB Arbeitsspeicher und ein Exynos-Experiment. Das wurde aber auch Zeit für fundierte Leaks, doch wer nicht zwingend sofort zuschlagen muss, wartet beim Galaxy S26 FE am besten auf den ersten kräftigen Preisverfall im Handel.

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