BYD bringt 1.500 kW Megawatt-Laden nach Europa

BYD Yangwang U7
Quelle: BYD

Stell dir vor, du lädst dein Elektroauto in der Zeit eines Espresso-Stopps fast vollständig auf. Genau das plant BYD mit seiner Premium-Marke Denza. Am 8. April feiert der Denza Z9 GT seine Europa-Premiere im Pariser Palais Garnier. Das eigentliche Highlight ist jedoch das Flash-Charging-System. Mit einer theoretischen Spitzenleistung von bis zu 1.500 kW verspricht der Hersteller extrem kurze Ladezeiten. In nur fünf Minuten soll der Akku von 10 auf 70 Prozent springen. Nach insgesamt neun Minuten ist der Ladevorgang bei 97 Prozent bereits beendet. Damit nähert sich das Stromtanken endgültig der Geschwindigkeit klassischer Verbrenner an.

Die technische Basis bildet die neue Blade-Battery 2.0 mit LFP-Chemie. Diese Zellen sind nicht nur extrem sicher, sondern auch erstaunlich unempfindlich gegenüber Frost. Selbst bei eisigen -30 Grad Celsius soll eine Ladung von 20 auf 97 Prozent nur zwölf Minuten dauern. BYD nennt dieses Prinzip Ready in 5, Full in 9, Cold Add 3. Um diese Megawatt-Leistung zu erreichen, nutzt das System an speziellen Flash-Chargern zwei Ladekabel gleichzeitig. Wie genau BYD das in Europa mit dem gängigen CCS-Standard umsetzt, bleibt bis zur Premiere ein spannendes Detail. In China stehen bereits 4.000 dieser Stationen bereit, nun folgt die Expansion in den Westen.

Der Denza Z9 GT selbst positioniert sich als sportlicher Shooting Brake im Luxussegment. In der Topversion leisten drei Elektromotoren über 960 PS. Das katapultiert den Wagen in weniger als drei Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Trotz dieser brachialen Fahrleistungen verspricht BYD eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern. Die Batteriekapazität fällt mit 122 kWh entsprechend üppig aus. Im Innenraum setzt Denza auf High-End-Audio von Devialet inklusive Dolby Atmos, um das Ambiente einer Oper zu simulieren. Das Fahrzeug soll direkt gegen etablierte Größen wie Mercedes-Benz antreten.

Bisher war Denza eher ein Insider-Thema aus dem Joint Venture mit Mercedes. Nach der Übernahme der Mehrheit durch BYD wandelt sich die Marke nun zur technologischen Speerspitze. Der Z9 GT sollte ursprünglich schon Ende 2025 starten. Die Verzögerung deutet darauf hin, dass BYD den Marktstart unbedingt mit der neuen Batterie- und Ladegeneration koppeln wollte. Ob die Infrastruktur in Europa schnell genug wächst, um die 1,5 Megawatt auch flächendeckend zu nutzen, steht auf einem anderen Blatt.

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