Citroën C3 Outdoor: Höhere Preise für ein bisschen Offroad-Look

Citroën schraubt an den Margen im Kleinwagensegment und schiebt für den C3 sowie den C3 Aircross eine neue Top-Ausstattung namens Outdoor hinterher. Die Franzosen platzieren die Modelle oberhalb der bisherigen Spitzenlinie Max und verlangen dafür selbstverständlich einen Aufpreis. Auch der winzige Elektro-Stadtflitzer Ami bekommt als Outdoor-Sonderedition ein optisches Upgrade verpasst. Auslieferung und Produktionsstart sind für Dezember angekündigt, doch beim genaueren Hinsehen wird klar: Unter dem hemdsärmeligen Abenteuer-Kleid steckt bekannte Technik zum ambitionierten Tarif.
Grauer Kunststoff und rote Clips als Aufpreis-Rezept
Gezielter Optik-Zierrat kostet die Automobilhersteller im Werk nur wenige Euro, bringt beim Verkaufspreis aber verlässliche Rendite. Citroën spendiert dem C3 Outdoor und dem C3 Aircross Outdoor spezifische Front- und Heckstoßfänger, die durch graue Einsätze nach rustikalem Unterfahrschutz aussehen. Neue 17-Zoll-Leichtmetallräder und rote Akzente an Karosserie sowie Markenlogos setzen farbliche Kontrapunkte. Als frische Lackierung feiert Sequoia-Grün Premiere, während das Dach serienmäßig in Schwarz gehalten ist und optional in Wagenfarbe geordert werden kann.
Im Innenraum wartet ein grau-grünes Ambiente mit modellspezifischen Citroën-Advanced-Comfort-Sitzen, roten Kontrastnähten und dekorativen Outdoor-Designelementen. Technische Wunderdinge darf man bei solchen Sondermodellen allerdings nicht erwarten. Wer die Modellpolitik der Franzosen verfolgt, kennt das Prozedere bereits von früheren Sondermodellen wie der Citroën ë-C3 Tonic Sonderedition, bei der visuelle Akzente den Verkauf ankurbeln sollten. Zusätzlich packt Citroën beim C3 Outdoor nun Parksensoren vorn ins Paket, während die Stellantis-Tochter in ihrer offiziellen Citroën-Pressemitteilung beim Ami noch keine konkreten Preise nennt.
C3 und C3 Aircross: Bekannte Antriebe zu neuen Spitzenpreisen
Die Antriebspalette des C3 Outdoor bleibt unverändert breit gefächert, verlangt Kunden finanziell aber einiges ab. Den Einstieg bildet der reine Verbrenner Turbo 100 ab 23.200 Euro, gefolgt vom teilelektrifizierten Hybrid 110 ab 26.500 Euro. Wer den vollelektrischen ë-C3 Outdoor mit seinem 83 kW (113 PS) starken Elektromotor fahren möchte, legt mindestens 29.750 Euro hin. Der WLTP-Verbrauch liegt bei 16,6 bis 16,7 kWh/100 km, was für eine theoretische Reichweite von bis zu 322 Kilometern reicht. Der knallharte Preiskampf beim Basis-ë-C3 wird durch die neue Outdoor-Linie spürbar verwässert.
Beim größeren Bruder C3 Aircross Outdoor starten die Tarife noch weiter oben im Regal. Als Turbo 100 schlägt das Kompakt-SUV mit mindestens 25.490 Euro zu Buche, während der Hybrid 145 mit 29.790 Euro knapp an der Dreißigtausend-Euro-Marke kratzt. Der rein elektrische ë-C3 Aircross Outdoor überschreitet diese Schwelle mühelos und kostet mindestens 34.940 Euro. Der Hersteller verspricht für den 83 kW (113 PS) starken Stromer eine WLTP-Reichweite von rund 400 Kilometern bei einem Verbrauch von 16,1 bis 16,7 kWh/100 km.
Praktische Tugenden behält das SUV-Modell trotz des Lifestyle-Auftritts bei. Die Verbrennungsmotoren und Mildhybride lassen sich weiterhin als Siebensitzer ordern. In der Fünfsitzer-Konfiguration bietet der Stromer und Verbrenner ein Kofferraumvolumen von 460 Litern nach VDA-Norm, das sich durch Umklappen der zweiten Sitzreihe auf 1600 Liter steigern lässt. Dachreling sowie Einparkhilfen an Front und Heck gehören hier fest zum serienmäßigen Outdoor-Umfang.
Ami Outdoor: Das City-Ei leiht sich das Buggy-Sonnendach
Beim winzigen Ami Outdoor liegt der Fokus komplett auf visueller Abgrenzung und praktischen Kabinen-Details. Die entscheidende Neuerung ist die Kombination aus einer geschlossenen Karosserie mit festen Türen und einem manuell aufrollbaren Stoff-Sonnendach. Dieses Open-Air-Element spendierte der Hersteller zuvor ausschließlich dem limitierten Sondermodell Ami Buggy. Eine Lackierung in Khaki-Grün, weiße Stahlfelgen, spezifische Sticker-Sets und ein schwarzer Heckspoiler komplettieren den rustikalen Auftritt des Kleinstwagens.
Innen verpassen die Franzosen dem Stromer ein grau-grünes Interieur samt erweitertem Zubehörpaket. Zusätzliche Ablagefächer, praktische Türnetze und eine integrierte Smartphone-Halterung sollen den spartanischen Alltag aufwerten. Mechanisch bleibt das Leichtfahrzeug unangetastet. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und 75 Kilometern Reichweite nach WMTC bleibt die Keksdose ein reines Werkzeug für die Innenstadt. In Deutschland zählt das Modell zur Fahrzeugklasse AM und darf bereits ab 15 Jahren gefahren werden. Damit positioniert sich der Ami weiterhin in einer radikalen Nische, ähnlich wie vergleichbare Konzepte urbaner Mikromobilität. Der Produktionsstart ist für Dezember eingeplant – Angaben zum Bestellstart und den Preisen stehen allerdings noch aus.
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