Französischer Komfort trifft Reichweiten-Riese: Warum der neue Elektro-C5 den Markt aufmischt

Citroën schließt beim C5 Aircross die letzte große Lücke und bringt eine Version mit riesigem Akku auf die Straße. Fast 700 Kilometer Reichweite klingen auf dem Papier nach einem Befreiungsschlag für die Langstrecke.
Große Batterie gegen die Reichweitenangst
Viele kennen das Problem von Urlaubsfahrten mit dem Elektroauto: Der ständige Blick auf den Ladestand nervt im Alltag. Stellantis nutzt hier nun die flexible STLA-Medium-Plattform konsequent aus. Sie packen einen Akku mit netto 97 Kilowattstunden in das Familienauto. Das sorgt für eine WLTP-Reichweite von stolzen 679 Kilometern. Ein Wert, mit dem man sich endlich nicht mehr von Ladesäule zu Ladesäule hangeln muss.
Der Elektromotor leistet dabei 170 Kilowatt, was für ein kompaktes SUV absolut ausreicht. Aber die schiere Größe des Energiespeichers hat eine spürbare Kehrseite. Das hohe Gewicht der Riesen-Batterie drückt unweigerlich auf die Agilität. Citroën versucht das zwar mit der bekannten Komfort-Federung auszugleichen. Dennoch bleibt das hohe Systemgewicht ein physikalischer Kompromiss, den Käufer eingehen müssen.
Ladegeschwindigkeit und der Preis der Freiheit
Wer viel fährt, muss irgendwann an den Schnelllader. Citroën gibt die maximale Ladeleistung mit 160 Kilowatt an Gleichstromsäulen an. Damit lädt der Akku von zwanzig auf achtzig Prozent in knapp 27 Minuten. Das ist im Alltag wichtiger als gedacht, haut mich im Jahr 2026 aber nicht komplett vom Hocker. Andere Hersteller in dieser Preisklasse bieten hier oft schon etwas mehr Tempo.
Der Einstiegspreis für die Langstrecken-Version liegt bei knapp unter 50.000 Euro für die Plus-Ausstattung. Das ist für ein Auto dieser Größe überraschend fair kalkuliert, wenn man die Konkurrenz von Volkswagen oder Hyundai betrachtet. Für die voll ausgestattete Max-Variante werden dann allerdings schon über 53.000 Euro fällig. Innen gibt es dafür digitale Displays und sogar eine direkt integrierte Sprachsteuerung über ChatGPT. Das zeigt logisch, wohin sich die Infotainment-Systeme im Stellantis-Konzern entwickeln.

Die richtige Wahl für das eigene Fahrprofil
Citroën überlässt den Kunden glücklicherweise die freie Wahl beim Antrieb. Neben dem reinen Elektroantrieb gibt es das SUV weiterhin als Plug-in-Hybrid und als klassischen Mild-Hybrid. Das ist ein nachvollziehbarer Schachzug für alle, die noch keine eigene Wallbox besitzen.
Der große Kofferraum leidet glücklicherweise nicht unter den Batterien und bietet bis zu 1.668 Liter Stauraum bei umgeklappten Sitzen. Wer rein elektrisch lange Strecken ohne ständige Stopps absolvieren will, findet hier eine spannende Option.
Die Skalierungs-Strategie der STLA-Medium-Plattform im europäischen Wettbewerb
Stellantis nutzt die STLA-Medium-Architektur, um über mehrere Konzernmarken hinweg identische Antriebskomponenten kosteneffizient zu skalieren. Die Fertigung des C5 Aircross im französischen Werk Rennes sichert lokale Wertschöpfung und mindert logistische Risiken innerhalb Europas.
Im hart umkämpften Segment der kompakten SUV platziert sich der Konzern damit direkt gegen die MEB-Plattform von Volkswagen. Die parallele Bereitstellung von Multi-Antriebsoptionen fängt zudem die volatile Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen auf dem europäischen Markt ab.
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