E-Autos: Trend oder Trendbruch?

Tesla Model 3 Facelift
Quelle: Tesla, Inc.

E-Autos sind auf Deutschlands Straßen immer häufiger zu sehen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Autobauer auf der IAA 2023 ihre E-Modelle in Szene setzen. Doch ist der Trend zum Elektroauto wirklich so ungebrochen, wie es scheint?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Jahr 2022 wurden in Deutschland insgesamt 86.649 E-Fahrzeuge neu zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 32 Prozent an allen Neuzulassungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein deutlicher Anstieg. Dennoch liegt der Gesamtanteil von E-Autos auf Deutschlands Straßen bei nur 2,4 Prozent.

Die Bundesregierung möchte diese Zahl bis 2030 deutlich erhöhen. Ihr Ziel ist es, bis dahin mindestens 15 Millionen sogenannte BEVs (Battery Electric Vehicles) zuzulassen. Doch ist dieses Ziel realistisch?

Das Centers of Automotive Management (CAM) ist skeptisch. Laut einer Berechnung des CAM würde die Bundesregierung ihr Ziel nur erreichen, wenn sie die Kaufprämie für E-Autos weiter erhöhen würde. Doch das ist unwahrscheinlich, da die Bundesregierung die Haushaltslöcher stopfen muss.

Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center Automotive Research (CAR), geht sogar noch weiter. Er glaubt, dass die Bundesregierung ihr Ziel von 15 Millionen E-Autos bis 2030 nicht erreichen wird. Der Grund dafür sei das Absenken der Kaufprämie für E-Autos und eine „aktionistische Förderpolitik der Berliner Koalition“.

Hans-Peter Kleebinder, Chief Brand Guardian beim Schweizer Hersteller Microlions, sieht die Lage hingegen optimistischer. Er glaubt, dass E-Autos auch ohne staatliche Förderungen immer beliebter werden. „Wir haben endlich Anreize für kluge Verkehrsangebote und Anreize zur Verkleinerung unserer Autos“, sagte er der Tagesschau. „Elektrische Leichtfahrzeuge sind ideal für den Stadtverkehr, benötigen nur die halbe Parklücke und sparen eine Menge Material und CO2 schon bei der Produktion.“

Licht und Schatten am E-Auto-Markt

Der E-Auto-Markt in Deutschland ist also im Aufwind. Doch es gibt auch einige Schattenseiten. So ist der Preis für E-Autos immer noch relativ hoch. Außerdem ist die Infrastruktur für E-Autos noch nicht ausreichend ausgebaut.

Um den E-Auto-Markt in Deutschland weiter zu fördern, ist es daher wichtig, die Kaufprämie für E-Autos zu erhalten und die Infrastruktur für E-Autos weiter auszubauen.

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Ein Kommentar

  1. Reine Elektroautos sind schon eine feine Sache, haben aber auch nach wie vor gewaltige Nachteile … und nein, ich rede hier mal nicht von fehlender Reichweite, sondern vom permanenten rumschleppen von ca. 600kg Batterie … 🙁
    Damit einhergehend natürlich ein extrem hohes Leer-/Eigengewicht. Fazit nur diesen einen Punktes! Ein Elektroauto produziert ca. 3mal mehr Feinstaub in Form von Reifenabrieb, als normale (normalgewichtige) Verbrennerauto.
    Für einen sehr guten Kompromiss halte ich Mildhybridautos (MHEV):
    Man muss sich nicht um die Steckdose kümmern und der Spritverbrauch wird durch den zusätzl. Elektro-Generatorbooster deutlich abgesenkt. Und die 48V-Batterie im Kofferraum mit rund 40kg fällt nicht wirklich im Gesamtgewicht aus.

    Einen Kia Sportage 1.6CDRi (MHEV, Handschalter, 2WD) und 136 Diesel-PS + ca. 12 Elektro-PS kann man mit 4,2 bis 5,2 Liter auf 100km fahren. Reichweite mit knapp 55 Litern Diesel ca. 1100km. Und das Auto ist voll alltagstauglich.

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