Galaxy S26 FE: Warum 799 Euro ab Tag eins reine Abzocke sind

Der Verkaufsstart des Samsung Galaxy S26 FE ist offiziell angelaufen, aber beim Blick auf die Preisliste vergeht mir direkt die Laune: Dreiste 799 Euro verlangt der Hersteller für das Basismodell mit mickrigen 128 GB Speicher. Wer auf 256 GB schielt, legt 899 Euro hin, und die Ausführung mit 512 GB knackt in Europa sogar die 1.099 Euro.
Für eine Fan Edition, die für die Community eigentlich als preiswerter Leistungs-Tipp gedacht war, ist das ein schlechter Scherz. Wer jetzt blind zur unverbindlichen Preisempfehlung greift, verbrennt schlichtweg Bares. Zumal die Hardware zwar solide abliefert, sich an einer Stelle aber einen völlig absurden Patzer leistet.
Solides Display und Exynos-Power mit peinlicher Datenbremse
Auf der Habenseite verbaut Samsung ein knackiges 6,7 Zoll Dynamic AMOLED 2X Display mit flüssigen 120 Hz und ordentlichen 1.900 Nits Spitzenhelligkeit. Das Gehäuse setzt auf einen Aluminiumrahmen samt Gorilla Glass Victus+ auf Vorder- und Rückseite, geschützt nach IP68. Unter der Haube arbeitet weltweit der Exynos 2500 mit einheitlich 8 GB RAM.
Bei den Kameras gibt es bewährte Kost: Eine 50-MP-Hauptkamera mit OIS, eine 12-MP-Ultraweitwinkel-Linse und ein 8-MP-Teleobjektiv mit dreifachem optischen Zoom. Der 4.900 mAh Akku lädt mit 45 Watt per Kabel und 15 Watt Qi2 Ready drahtlos.
Wo wir uns allerdings kollektiv an den Kopf fassen müssen: Samsung verbaut im Jahr 2026 bei einem 800-Euro-Gerät allen Ernstes noch einen schneckenlahmen USB 2.0-Anschluss. Wer hochauflösende 4K-Videos oder große Datenmengen per Kabel auf den PC schaufeln will, wird bei maximal ~40 MB/s künstlich ausgebremst. Das ist künstliche Beschneidung aus der Technik-Steinzeit und für diesen Preis schlicht nicht mehr hinnehmbar.
Sieben Jahre Updates, aber kauft konsequent unter UVP
Richtig stark zeigt sich Samsung hingegen bei der Software: Das Smartphone startet direkt mit Android 17 und One UI 9.0. Der Hersteller verspricht volle sieben Generationen OS-Upgrades und sieben Jahre Sicherheits-Updates – damit ist das Gerät theoretisch bis Herbst 2033 abgesichert. Wie ernst es Samsung meint, zeigt der Marktstart: In Südkorea rollt mit der Firmware S741NKSU1AZHD schon der erste August-Patch aus, der 56 Lücken schließt. Obendrauf gibt es sämtliche Galaxy AI Features sowie sechs Monate Google AI Pro gratis.
Der reguläre Listenpreis ist völlig daneben, aber der Markt korrigiert die Südkoreaner zum Glück ab Tag eins. Wer den vollen Preis bezahlt, ist selbst schuld: Prime-Mitglieder bekommen bei Amazon direkt 100 Euro Nachlass, und bei Händlern wie Bol taucht das Gerät ohne Vertrag bereits für unter 660 Euro auf.
Über den Samsung-eigenen Trade-in winken zudem bis zu 755 Euro Altgeräte-Prämie plus 100 Euro Extra-Bonus – beispielsweise 610 Euro für ein S24 Ultra oder 420 Euro für das S25 FE. Wer die Fan Edition haben will, ignoriert den offiziellen Preis konsequent und greift ausschließlich über Deal-Aktionen oder Verträge zu.
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