Galaxy S27: Endlich 12 GB RAM Standard, aber Pro wird abgespeckt

Renderbild der Vorder- und Rückseite des kommenden Samsung Galaxy S27 Pro
Quelle: @OnLeaks
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Ein frischer Speicher-Leak zur kommenden Galaxy S27-Reihe liefert eine längst überfällige Nachricht und eine Enttäuschung im selben Atemzug. Samsung verabschiedet sich bei den Standardmodellen von den mickrigen 8 GB Arbeitsspeicher und setzt durchgehend auf mindestens 12 GB RAM. Doch wer beim neu geplanten Pro-Modell auf echte Höchstleistung hofft, schaut in die Röhre: 16 GB RAM bleiben ausschließlich dem teuersten Ultra-Modell vorbehalten.

Endlich 12 GB RAM in der Basis: Der späte Abschied vom Geiz

Jahrelang hat Samsung Käufer der regulären Flaggschiff-Modelle mit mageren 8 GB RAM abgespeist. Im Zeitalter von lokaler künstlicher Intelligenz und anspruchsvollen One-UI-Funktionen war das schlicht nicht mehr zeitgemäß. Neue Berichte aus der koreanischen Zuliefererkette, veröffentlicht über den Leaker Lanzuk auf Naver, zeigen nun klare Kante. Sowohl das Basismodell des Galaxy S27 als auch das Galaxy S27 Plus starten 2027 standardmäßig mit 12 GB RAM und 256 GB Speicherplatz.

Das klingt zunächst nach einem echten Gewinn für den Nutzer. Wer weniger Geld ausgeben möchte, muss nicht mehr befürchten, dass Hintergrundanwendungen bei der kleinsten Belastung direkt geschlossen werden. Dass Samsung in einzelnen Regionen womöglich noch eine Einstiegsvariante mit 128 GB Speicher anbietet, wirkt zwar unnötig zerfurcht, ändert aber nichts an der erfreulichen Kernbotschaft beim Arbeitsspeicher.

Für mich ist dieser Schritt längst überfällig gewesen. Während die chinesische Konkurrenz selbst in der Mittelklasse seit Generationen zweistellige Arbeitsspeicher-Werte verbaut, hat Samsung den Speichergeiz der Basismodelle viel zu lange als künstliches Argument für die teureren Varianten genutzt.

Galaxy S27 Pro: 1 TB Speicher, aber künstliche RAM-Bremse

Spannend wird die Aufstellung durch das vierte Modell im Bunde. Wie schon frühere Leaks nahelegten, schiebt Samsung das Galaxy S27 Pro als kompaktere High-End-Alternative zwischen das Plus- und das Ultra-Modell. Passend zu Samsungs Plänen für das vierte Modell im Lineup spendiert der Hersteller dem Pro-Ableger zwar erstmals eine riesige Option mit 1 TB Speicher, verwehrt dem Gerät aber das wohl wichtigste Performance-Upgrade.

Sämtliche Ausführungen des Galaxy S27 Pro – inklusive der teuren 1-TB-Version – bleiben starr bei 12 GB RAM gedeckelt. Nur das Galaxy S27 Ultra erhält in Kombination mit der 1 TB Speicherversion die vollen 16 GB RAM. Das bedeutet im Klartext: Selbst wer viel Geld für ein kompakteres Pro-Smartphone mit neuem Kamera-Setup und maximalem Speicher auf den Tisch legt, bekommt nicht dieselbe Rechenreserve wie beim Ultra-Klotz.

In meinen Augen ist diese Entscheidung ziemlicher Quatsch. Das Pro-Modell soll Käufer ansprechen, die Top-Hardware in einem kleineren Formfaktor suchen. Wer knapp 1 TB Speicher nutzt, arbeitet in der Regel mit großen Datensätzen, hochauflösenden Videoaufnahmen oder intensiv genutzten Multitasking-Features. Hier künstlich bei 12 GB RAM den Riegel vorzuschieben, dient einzig und allein dazu, das Ultra auf dem Datenblatt als unangefochtenes Spitzenmodell abzugrenzen.

Im Zusammenspiel mit den bereits bekannten Akku-Details zum Galaxy S27 Pro zeigt sich eine durchschaubare Produktpolitik. Samsung baut zwar ein starkes kompaktes Gerät mit 5.200 mAh und schnellem Laden, beschneidet den Arbeitsspeicher aber genau an der Stelle, wo Pro-Nutzer echte Leistungsreserven erwarten.

LPDDR6 und UFS 5.1: Technischer Sprung treibt die Preise

Neben den reinen Kapazitäten deutet der Leak auf einen Generationswechsel bei den verbauten Speicherbausteinen hin. Samsung plant den Wechsel von LPDDR5X auf den neueren LPDDR6-Arbeitsspeicher sowie den Einsatz von UFS 5.1-Flash-Speicher. Das bringt deutliche Tempo-Vorteile bei Datenübertragungen und reduziert gleichzeitig den Energiebedarf beim Verarbeiten von On-Device-KI-Modellen.

Diese technologische Aufrüstung harmoniert mit der Umstellung auf LPDDR6-Arbeitsspeicher und neue Fertigungsverfahren bei den kommenden Flaggschiff-Prozessoren. Doch der Wechsel auf schnellere Standards und die Anhebung der Basis auf 12 GB RAM bringt eine Kehrseite mit sich. Höhere Komponentenkosten dürften sich direkt im Verkaufspreis niederschlagen.

Auf dem Papier lesen sich 12 GB RAM als neue Untergrenze hervorragend. In der Praxis dürfte dieser Schritt für Käufer allerdings bedeuten, dass die Einstiegspreise der gesamten S27-Serie Anfang 2027 spürbar anziehen. Ob die Kundschaft bereit ist, diesen Aufpreis für die längst fällige Standard-Hardware zu zahlen, muss sich beim Marktstart zeigen.

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