Galaxy S27 Ultra: Silizium-Akku erzwingt Kamera-Kahlschlag

Renderbild der Vorder- und Rückseite des kommenden Samsung Galaxy S27 Ultra
Quelle: @OnLeaks
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Normalerweise gilt das eiserne Gesetz der Smartphone-Physik: Mehr Kapazität bedeutet automatisch ein dickeres, schwereres Gerät. Die neuen Leaks zum Galaxy S27 Ultra drehen diese Logik komplett um. Der Konzern packt satte 5.700 mAh in das Flaggschiff, hält die Maße aber exakt auf dem Niveau des Vorgängers. Der Preis für diesen Ingenieurs-Trick ist hoch. Wer die internen Bauraum-Pläne genau liest, erkennt sofort, welches Hardware-Opfer Samsung dafür bringen muss.

Zellchemie-Wechsel statt Gehäuse-Aufblähung

Der Sprung von 5.000 mAh beim S26 Ultra auf nun 5.700 mAh ist kein simpler Firmware-Trick. Das entspricht einem Plus von fast 14 Prozent. Das S26 Ultra maß 7,9 Millimeter in der Tiefe und wog 214 Gramm. Laut den aktuellen Daten bleibt das S27 Ultra exakt bei diesen 7,9 Millimetern Dicke, bringt aber 218 Gramm auf die Waage. Das Gewicht entspricht damit dem älteren S25 Ultra, das mit 8,2 Millimetern noch spürbar klobiger war.

Möglich macht das der Abschied vom traditionellen Lithium-Ionen-Akku. Samsung setzt nun endlich auf Silizium-Karbon-Technologie. Diese Akkus bieten eine deutlich höhere Energiedichte, was bedeutet, dass mehr Zellen in dasselbe physische Volumen passen. Dass die Koreaner diesen Schritt erst jetzt wagen, zeigt die bisherige Konservativhaltung der Zellchemie-Abteilung. Passend dazu haben wir bereits analysiert, wie der Silizium-Akku im Galaxy S27 Ultra das gesamte Energiekonzept der S-Reihe neu definiert und sogar 60 Watt Laden ermöglichen könnte.

Teleobjektiv weicht dem Bauraum-Diktat

Ein größerer Akku braucht Platz. Den muss Samsung an anderer Stelle einsparen, und hier kommen die Gerüchte um das Kamerasystem ins Spiel. Es verdichten sich die Hinweise, dass der Hersteller die dedizierte 3-fach-Teleobjektiv-Linse komplett streicht und sich nur noch auf die 5-fach-Periskop-Linse verlässt.

Das ist ein gewagter Schachzug. Wer oft im Bereich zwischen 3x und 4,9x zoomt, muss dann auf digitalen Crop der 200-Megapixel-Hauptkamera zurückgreifen. Das klingt auf dem Papier gut, scheitert in der Praxis aber oft an schlechten Lichtverhältnissen. Andererseits deutete das radikale Kamera-Design der neuen Generation ohnehin auf tiefgreifende interne Umbauten hin. Wenn der Wegfall der 3x-Linse den notwendigen Bauraum für den Akku freischaufelt, ist das aus Ingenieurssicht ein logischer Kompromiss. Die Hauptplatine benötigt weniger Platz, was direkt in Batterievolumen investiert wird.

Der Supply-Chain-Faktor: Samsung SDI unter Zugzwang

Warum zieht Samsung erst jetzt nach? Die Antwort liegt in der Lieferkette. Asiatische Konkurrenten wie Honor oder Xiaomi kaufen ihre Zellen bei ATL oder CATL, die Silizium-Karbon-Technologie bereits seit zwei Jahren in Massenproduktion für Smartphones anbieten. Samsung SDI, der hauseigene Zulieferer, hat lange Zeit an der Perfektion klassischer Zellen gefeilt. Der Wechsel der Zellchemie erfordert komplett neue Testverfahren, neue Sicherheitschips auf dem Mainboard und eine Anpassung des Batteriemanagementsystems.

Silizium-Karbon-Akkus altern anders als ihre Lithium-Pendants. Samsung muss hier extrem konservative Ladekurven implementieren, um das Aufblähen des Akkus über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren zu verhindern. Genau diese chemische Umstellung erklärt auch, warum das Gewicht von 214 Gramm auf 218 Gramm klettert. Die neuen Verbundmaterialien und die notwendige Kühlstruktur für die dichteren Zellen wiegen schlicht mehr. Wer sich an das federleichte S26 Ultra gewöhnt hat, wird die 4 Gramm Differenz vielleicht nicht sofort merken, aber die Haptik verändert sich spürbar.

Das Ende der 5.000-mAh-Konservendose

Erinnert ihr euch an die ersten Leaks im Sommer? Schon damals deutete alles darauf hin, dass Samsung das 5.000-mAh-Limit durchbrechen will. Damals war von bis zu 5.800 mAh die Rede, was sich nun mit den 5.700 mAh fast deckt. Das ist ein wichtiges Signal für den Markt. Nach den harten Akkuproblemen des S25 Ultra, bei denen Software-Updates die Laufzeit zeitweise komplett zerstörten, muss der Konzern hier zwingend liefern. Hardware ist das eine, Software-Optimierung das andere. Ein 5.700-mAh-Akku nützt wenig, wenn der Chip im Hintergrund unnötig Leistung zieht.

Die offiziellen Akku-Werte der S26-Reihe zeigten bereits, wie sehr der Hersteller an der Langlebigkeit der Komponenten schraubte. Nun folgt der nächste logische Schritt. Der Tausch von 3x-Zoom gegen 700 mAh mehr Kapazität ist ein klares Angebot an die Power-User. Ob die Masse der Käufer diesen Kompromiss akzeptiert, wird der Launch im Frühjahr 2027 zeigen.

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3 Kommentare

  1. So ein quatsch dieser Artikel hier. Ist das KI?

    Wenn die Energiedichte steigt, ist mehr Platz für Kamera, nicht weniger. Ja die mah steigen auch, aber weniger als durch SI/C gewonnen wird.

    Das streichen der Kamera könnte hingegen bedeuten Akkurtechnik bleibt wie bisher.

  2. 5800 mAh sind halt trotzdem ein Witz, wenn Honor beim Magic 9 Pro Max mittlerweile bei 8800 mAh liegt und das kabellose Laden gleichzeitig auf 80 Watt erhöht, kabelgebunden bleibt 100 Watt der Standard, da liegt Samsung mit potentiellen 60 Watt immer noch hinten nach. Auch Vivo und Oppo erhöhen auf 8000 mAh beim X500 Pro Max bzw. Find X10 Pro Max. Selbst die letzten Generationen also X300 Ultra und X9 Ultra lagen bei 6600 bzw. 7000 mAh. Dicker werden die Geräte bei denen auch trotz größerer Akkus nicht und die Kamera Hardware ist der ur-alt Mittelklasse Hardware von Samsung weit überlegen und passt offensichtlich trotzdem

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