Galaxy S27 Ultra könnte Samsungs erstes echtes Upgrade seit Jahren werden

Samsung bringt 2025 das Galaxy S26 Ultra auf den Markt, aber ehrlich gesagt klingt das nach business as usual. Kleinere Anpassungen, bewährte Hardware, nichts Revolutionäres. Wer auf den großen Sprung wartet, sollte vielleicht noch ein Jahr Geduld haben – denn das Samsung Galaxy S27 Ultra könnte tatsächlich liefern, was die letzten Generationen schuldig geblieben sind.
Die interessanteste Neuerung trägt den Namen Polar ID. Samsung arbeitet offenbar an einer Gesichtserkennung, die endlich mit Apples Face ID mithalten kann. Bisher hat Android im Bereich biometrischer Sicherheit meist das Nachsehen – entweder fehlen die nötigen Sensoren, oder die Implementierung ist halbgar. Polar ID soll das ändern und parallel zum Fingerabdrucksensor im Display laufen. Ob das wirklich zuverlässig und sicher wird, steht auf einem anderen Blatt. Frühe Gerüchte klingen immer vielversprechend, aber bei biometrischen Systemen entscheidet die Praxis. Funktioniert es unter schlechten Lichtverhältnissen? Bleibt die Privatsphäre gewahrt? Das wird sich zeigen.
Bei der Kamera gibt es widersprüchliche Signale. Anfangs hieß es, Samsung könnte auf einen 200-MP-Sensor setzen – klingt beeindruckend, ist aber kein Garant für bessere Bilder. Mehr Megapixel bedeuten nicht automatisch mehr Qualität, sondern oft nur größere Dateien. Neuere Leaks deuten darauf hin, dass Samsung den Hauptsensor, das Ultraweitwinkel und die Selfie-Kamera aufwertet, während die Teleobjektive unverändert bleiben. Das wäre schade, denn gerade beim Periskop-Zoom hat Samsung in den letzten Jahren kaum Fortschritte gemacht.
Seit dem Galaxy S23 Ultra nutzt Samsung den ISOCELL HP2 mit 200 MP. Drei Jahre lang der gleiche Sensor – das ist selbst für Samsung ungewöhnlich lang. Jetzt kursieren Gerüchte über einen neuen ISOCELL-Sensor mit 1/1,3 Zoll oder einen Sony-Sensor mit 1/1,1 Zoll. Keiner davon kommt an die erhofften 1-Zoll-Sensoren heran, die manche Konkurrenten bereits verbauen, aber immerhin wäre es ein Schritt nach vorn. Ob das reicht, um mit anderen Flaggschiffen gleichzuziehen, bleibt offen.
Dann wäre da noch die Prozessorfrage. Samsung hat seine 2-nm-Fertigung offenbar so weit verbessert, dass ein Comeback des Exynos-Chips realistisch wird. Das S26 Ultra soll noch mit einem übertakteten Snapdragon 8 Elite Gen 5 kommen, aber beim S27 Ultra könnte Samsung auf einen Exynos 2700 setzen. Die letzten Exynos-Varianten waren meist schwächer als die Snapdragon-Versionen – schlechtere Effizienz, höhere Temperaturen, weniger Performance. Samsung verspricht jetzt Besserung: besseres Wärmemanagement, höhere Leistung, sparsamerer Verbrauch.
Ein Leak nennt Geekbench-Werte von 4.800 Punkten im Single-Core- und 15.000 im Multi-Core-Test. Falls das stimmt, wäre der Exynos 2700 tatsächlich konkurrenzfähig. Aber Samsung muss liefern. Wer in der Vergangenheit ein Exynos-Modell gekauft hat, wurde oft enttäuscht. Diesmal könnte es anders sein – oder wieder nicht. Südkoreanische Berichte deuten darauf hin, dass die Ausbeute der 2-nm-Produktion bis Ende des Jahres deutlich steigt, was die Massenproduktion erleichtern würde.
Unterm Strich: Das Galaxy S27 Ultra klingt nach dem ersten Samsung-Flaggschiff seit langem, das mehr als inkrementelle Verbesserungen bietet. Polar ID könnte die Biometrie voranbringen, die Kameras bekommen endlich neue Hardware, und der Exynos 2700 hat zumindest theoretisch das Zeug, die Snapdragon-Dominanz zu brechen. Aber bis zur Markteinführung 2027 ist noch Zeit – und genug Raum, um Erwartungen zu enttäuschen.
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