Galaxy Tab S12 Ultra: MediaTek-Chip und One UI 9 auf Testservern gesichtet

Samsung bereitet den nächsten Streich im Tablet-Markt vor. Die Galaxy Tab S12-Serie steht in den Startlöchern, wobei das Ultra-Modell bereits erste konkrete Spuren hinterlässt. Auf internen Testservern in Indien tauchte das Gerät mit der Firmware-Build-Nummer X946BXXU0AZDN auf. Ein klares Indiz dafür, dass die Software-Entwicklung weit fortgeschritten ist. Interessant ist dabei ein technisches Detail: Samsung nutzt für diese Builds nicht mehr den älteren MD5-Hash, sondern SHA256. Diese Umstellung ist typisch für neuere Android-Versionen und deutet stark darauf hin, dass hier One UI 9 auf Basis von Android 17 läuft.
Die Hardware-Ausstattung bleibt noch weitgehend im Dunkeln, doch erste Konturen zeichnen sich ab. Das Tab S12 Ultra soll mit einem massiven 14,6-Zoll-Display antreten, während das Plus-Modell bei 12,4 Zoll landet. Eine Basisversion wird es dieses Mal nicht geben. Als Prozessor könnten Mediateks neue Flaggschiff-Chips Dimensity 9500 oder 9500+ zum Einsatz kommen. Das wäre eine Abkehr von der bisherigen Qualcomm-Dominanz in der S-Serie und könnte auf eine stärkere Kostenkontrolle oder bessere Effizienz hindeuten. Beim Akku setzt Samsung beim Plus-Modell auf rund 10.600 mAh, für das Ultra-Modell fehlen noch genaue Angaben.
Die Existenz der Geräte ist seit Februar durch Einträge in der GSMA-IMEI-Datenbank bestätigt. Dass nun Server-Aktivitäten hinzukommen, unterstreicht den Zeitplan. Ein Launch im September ist wahrscheinlich, analog zu den Vorjahren. Preislich wird ein Start bei etwa 1.200 US-Dollar kolportiert, was jedoch spekulativ bleibt.
Der Wechsel zu MediaTek ist strategisch bemerkenswert. Bisher setzte Samsung bei Top-Tablets fast ausschließlich auf Snapdragon. Wenn der Dimensity 9500 wirklich kommt, muss er nicht nur leistungsstark sein, sondern auch eine exzellente Treiber-Unterstützung für DeX und die S-Pen-Funktionen bieten. Samsung hat die Erfahrung, Chips anzupassen, aber der Aufwand ist hoch. Es könnte ein Signal sein, dass Samsung seine Lieferketten diversifizieren will, um unabhängiger von Qualcomm zu werden.
One UI 9 auf Android 17 verspricht zudem tiefgreifende Änderungen an der Benutzeroberfläche. Wenn das Tab S12 Ultra als erstes Tablet damit startet, wird es zum Testfeld für neue Interaktionskonzepte. Die Kombination aus großem Display und neuer Software könnte das Tablet endlich wieder als ernsthaften Laptop-Ersatz positionieren – vorausgesetzt, die App-Optimierung stimmt.
Bis zur Vorstellung im Herbst wird sich noch viel tun. Weitere Spezifikationen, insbesondere zur Kameraausstattung und den Ladegeschwindigkeiten, dürften in den kommenden Monaten durchsickern. Für jetzt reicht die Gewissheit: Samsung arbeitet an der nächsten Generation, und sie wird anders sein als erwartet.
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