Google Assistant: Aus am 4. September zwingt zum Hardware-Neukauf

Schluss mit Lustig bei Googles altem Sprachassistenten: Am 4. September 2026 zieht der Suchmaschinenriese dem Google Assistant auf Smartphones und Wearables definitiv den Stecker. Was wie ein sauberer Generationswechsel zu Gemini Intelligence aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als knallharter Hardware-Filter. Wer die volle Dröhnung On-Device-KI will, guckt selbst mit einem Vorjahres-Flaggschiff in die Röhre.
Technischer Kahlschlag: Warum selbst das Pixel 10 fliegt
Google grenzt die Verfügbarkeit des neuen Sprach-Topmodells Gemini Nano 4 extrem ein. Unterstützt werden exklusiv die vier Modelle der Pixel 11-Serie sowie Samsungs Galaxy Z Flip8, Galaxy Z Fold8 und Galaxy Z Fold8 Ultra. Ältere Modelle wie das Pixel 10 oder die Galaxy S26-Reihe (???) bleiben außen vor. Der Grund liegt im immensen Speicher-Hunger der KI: Wer Gemini Intelligence nutzen will, muss mindestens 12 GB RAM, einen aktuellen Oberklasse-Chip und Android 17 vorweisen.
Die technischen Daten der zwei Nano-4-Varianten verdeutlichen den Performance-Hunger:
- Nano 4 Fast: 2 Milliarden Parameter, 4,2 GB Speicherbedarf, 19,14 Token pro Sekunde.
- Nano 4 Full: 4 Milliarden Parameter, 5,9 GB Speicherbedarf, 5,3 Token pro Sekunde.
Da fragt man sich schon: Ob man das wirklich braucht? Für 5,3 Token pro Sekunde ganze 5,9 GB Arbeitsspeicher zu belegen, riecht verdächtig nach künstlich erzeugtem Kaufzwang. Immerhin nimmt Google die Hersteller bei der Software-Pflege an die Leine: Geräte müssen zwingend fünf OS-Upgrades und sechs Jahre Sicherheitsupdates mitbringen, um die KI-Zertifizierung zu erhalten. Das wurde aber auch Zeit.
Android 17: Support-Ende fürs Pixel 6 und AirDrop-Sensation
Parallel zur Ankündigung auf der „The Android Show 2026“ läutet die Software-Sparte den Abschied alter Bekannter ein. Mit der Plattform-Stabilität von Android 17 QPR2 Beta 4 endet der Support für das Pixel 6 und Pixel 6 Pro endgültig. Zwar behebt das Update 16 nervige Fehler bei Bluetooth-Audio und der Gesichtserkennung im Dunkeln, doch ältere Hardware fliegt raus. Preislich leider völlig daneben für alle, die ihr funktionierendes Smartphone länger nutzen wollten. Das finale Update folgt im Dezember.
Dafür überrascht Android 17 an anderer Stelle mit echter Alltagshilfe. Quick Share verbindet sich ab sofort nativ mit dem AirDrop-System von OPPO, OnePlus, vivo, Xiaomi und Honor. Dateien fließen damit endlich barrierefrei zwischen den Welten. Ergänzt wird das durch den Browser Chrome 150, der einen eigenen Gemini-KI-Button für tab-übergreifende Analysen erhält, sowie automatische Checklisten aus handgeschriebenen Notizen in Google Keep.
KI-Fortschritt nur gegen teures Hardware-Ticket
Am Ende liefert Google mit Android 17 ein mächtiges Gesamtpaket, koppelt die spannendsten KI-Funktionen aber gnadenlos an neuste Hardware. Die Abschaltung des alten Assistant mag überfällig sein, der Ausschluss von Top-Geräten aus dem Vorjahr hinterlässt jedoch einen bitteren Beigeschmack.
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