Google Pixel 11a: Leak in hauseigener App verrät den neuen Budget-König
Google kann die eigenen Geheimnisse einfach nicht für sich behalten. Wer gehofft hatte, dass nach dem Launch des Pixel 10a im März erst einmal Ruhe an der Gerüchtefront einkehrt, sieht sich getäuscht. In der Code-Basis einer offiziellen System-App ist jetzt der entscheidende Hinweis auf den Nachfolger aufgetaucht.
Beim Durchleuchten der App Phone by Google (Version 230.0.946661649-publicbeta-pixel) kamen fünf interne Codenamen ans Licht. Vier davon überraschen kaum: cubs, grizzly, kodiak und yogi stehen für die reguläre Pixel 11-Reihe inklusive des nächsten Foldables, die Google bereits im August auf die Bühne zerren wird. Der fünfte Name im Bunde ist der eigentliche Knaller. Formosan. Dahinter versteckt sich unmissverständlich das kommende Pixel 11a. Ein klares Lebenszeichen mitten im Sommer.
Die künstliche Bremse für den Preisknaller
Dass Google so früh die Fährte legt, bedeutet im Umkehrschluss leider nicht, dass wir das Gerät schneller zu Gesicht bekommen. Der März-Rhythmus steht fest. Für Sparfüchse bedeutet das vor allem Geduld. Ein Haken, der sich durch die veränderte Strategie der Kalifornier zieht.
Das A-Modell kriegt nicht mehr die allerneueste Hardware. Während die Flaggschiffe im August mit dem brandneuen Tensor G6-Prozessor protzen dürfen, wird das Pixel 11a aller Voraussicht nach mit dem Tensor G5 aus dem Vorjahr abgespeist. Schade für Performance-Fetischisten. Clever von Google. Das drückt die Produktionskosten massiv und hält den nötigen Respektabstand zur teuren Elite. Im Alltag merkt den Unterschied beim Chatten oder Scrollen sowieso kein Mensch.
Ein Design, das die Flaggschiffe alt aussehen lässt
Spannend bleibt die optische Trennung, die Google seit dem Pixel 9a konsequent durchzieht. Früher waren die A-Modelle billige Kopien der Top-Geräte. Heute gehen sie einen eigenen, fast besseren Weg.
Das Gehäuse wird wieder so konstruiert, dass die Kamera auf der Rückseite komplett plan abschließt. Kein fetter Balken, kein Kippeln auf dem Tisch. Ein echter Segen im Alltag. Die Kehrseite der Medaille bleibt das bekannte Sparprogramm bei den restlichen Specs. Weniger Arbeitsspeicher, ein etwas dunkleres Display an sonnigen Tagen und zwei ältere Bildsensoren in der Kamera sind der Preis für den Budget-Tarif.
Das Kalkül mit der Resterampe
Hinter dem frühen Auftauchen von „Formosan“ steckt kein Zufall, sondern knallharte Plattform-Ökonomie. Google baut Android und die Pixel-Hardware mittlerweile so eng verzahnt, dass die Software-Vorbereitungen für Geräte, die erst in knapp dreiviertel Jahren erscheinen, schon jetzt in die Live-Apps einfließen müssen.
Wirtschaftlich zeigt das Tensor-Recycling der A-Klasse zudem, wie stark Google unter Druck steht, die Marge im umkämpften Mittelklasse-Markt stabil zu halten. Ein eigener Chip kostet in der Entwicklung Milliarden. Indem man den älteren Tensor G5 einfach ein Jahr länger auf dem Band laufen lässt, skaliert Google die Chip-Produktion perfekt nach unten durch. Für den Kunden bleibt die A-Serie damit ein solider Deal, verliert aber endgültig den Nimbus des „Geheimtipps mit Flaggschiff-Power“.
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