Huawei Mate X7 ist da – und wirkt verdammt vertraut

Huawei hat das Mate X7 jetzt auch in Deutschland gelistet. Keine Pressekonferenz, kein Event, nicht mal ein Briefing. Einfach online gestellt, fertig. Etwas enttäuschend, dass Huawei hier nichts mehr plant.
Beim ersten Blick auf die Specs dachte ich: Moment, hab ich hier gerade die Mate X6-Seite offen? Die Ähnlichkeit zum Vorgänger ist frappierend. Optisch fast identisch, technisch auf den ersten Blick auch. Huawei schreibt zwar was von „neuen Maßstäben“ – tun sie immer – aber wo genau die liegen sollen, erschließt sich nicht sofort.
Trotzdem gibt’s ein paar Upgrades, die bei genauerem Hinsehen durchaus relevant sind. Der Kirin 9030 Pro werkelt jetzt drin, angeblich im N+3-Verfahren gefertigt. Ob das wirklich 5nm ist, verrät Huawei nicht. Zum Vergleich: Qualcomm fertigt mittlerweile bei 3nm, bald sogar 2nm. Die US-Sanktionen zwingen Huawei zu SMIC, und die hinken technologisch noch hinterher. Praktisch hat sich das bisher kaum bemerkbar gemacht, aber mit immer mehr KI-Features auf Geräten könnte das perspektivisch zum Problem werden.
WiFi 7 ist jetzt an Bord, immerhin. eSIM auch wieder. Was fehlt: 5G, zumindest global. In China hat das Mate X7 5G, bei uns nicht. Huawei schweigt dazu eisern, egal wie hartnäckig man nachfragt. Vermutlich hängt’s wieder mit den US-Restriktionen zusammen, ob Patente, Lizenzen oder weitere Sanktionsrisiken – bleibt Spekulation.
Der Akku wuchs auf 5.300 mAh, in China sogar auf 5.600 mAh. Warum der Unterschied? Keine Ahnung. Würde man bei einem Briefing klären können, aber naja. Ladegerät liegt übrigens keins mehr bei, was ich persönlich okay finde – die meisten haben eh genug rumliegen.
Beeindruckend ist die IP58/IP59-Zertifizierung. Für ein Foldable mit beweglichem Scharnier und flexiblem Display ist das schon eine Ansage. Das Mate X6 hatte IPX8, jetzt kommt auch Staubschutz dazu.
Bei der Kamera wird’s schwammig. Huawei redet von „True-to-Colour-Kamera“, „43% größerer Farbtreue“, „Ultra Lighting HDR“ und was weiß ich. Klingt gut, aber was bedeutet das praktisch? Was schon mal funktioniert: Google-Dienste via microG laufen problemlos, Installation dauert zwei Minuten. Android Auto läuft auch, so gut wie Android Auto eben läuft.
Preis: 2.099 Euro. Bis 5. März gibt’s die Watch Fit 4 Pro gratis dazu, wenn man im Huawei Store oder im Berliner Flagship Store kauft. Apropos Berlin: Am 24. Januar gibt’s dort ein Store-Event zum Marktstart, falls jemand das Ding live anfassen will.
Um über alle News auf dem Laufenden zu bleiben, abonniere meinen WhatsApp-Newsletter oder folge mir auf Google News, Mastodon oder Bluesky!
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
