Motorola Razr Fold Wide: Breites Falthandy greift Samsung an

Der Markt für faltbare Smartphones kippt endgültig ins Breitbild-Format. Nach Samsungs Galaxy Z Fold8 im Juli, dem Huawei Pura X View im August und dem bevorstehenden Xiaomi 18 Fold zieht nun auch Motorola nach. Durchgesickerte Design-Skizzen enthüllen: Der Hersteller tüftelt unter dem Arbeitstitel Motorola Razr Fold Wide an einem breiten Book-Style-Foldable, das noch dieses Jahr auf den Markt rollen soll.
Zwei Kamera-Layouts im horizontalen Visier-Design
Laut den geleakten Entwürfen experimentiert Motorola mit 2 unterschiedlichen Kameramodulen im Riegel-Design auf der Rückseite. Beide Varianten setzen auf insgesamt 3 kreisrunde Aussparungen für Linsen und Sensoren.
Während bei Entwurf A eine Aussparung isoliert außerhalb des Hauptmoduls sitzt, bettet Entwurf B alle 3 Elemente bündig in die rechteckige Metallleiste ein. Die Linienführung erinnert stark an Apples Designsprache beim iPhone Ultra, verzichtet aber auf extrem herausstehende Einzel-Kameras.
Technischer Spagat zwischen 3D-Glas und Ergonomie
Das breitere Format behebt das größte Alltags-Problem bisheriger Klapp-Smartphones: die schmale „Fernbedienungs-Form“ des Außendisplays. Das Motorola Razr Fold Wide setzt auf ein normales Smartphone-Seitenverhältnis im geschlossenen Zustand.
Für das Gehäuse kombiniert Motorola eine Rückseite aus 3D-Glas mit einem flachen Rahmen und einem überarbeiteten Scharnier. Letzteres trägt das Marken-Logo und soll das flexible Innendisplay nahezu faltenfrei aufspannen. Das ultradünne Profil erzwingt jedoch eine veränderte Komponenten-Aufteilung, bei der die Akkukapazität auf 2 Gehäusehälften verteilt werden muss.
Zwei Selfie-Kameras und Release noch dieses Jahr
Bei den Frontkameras wählt Motorola getrennte Wege: Das innere Hauptdisplay integriert die Kamera oben rechts in der Ecke, während das Außendisplay eine klassische, mittig platzierte Punch-Hole-Aussprung nutzt.
Nach dem schmalen Razr aus dem Januar wagt der Konzern damit den direkten Angriff auf die Falthandy-Oberklasse. Ein exakter Verkaufspreis fehlt in den Unterlagen noch, allerdings dürfte sich das Gerät zum Marktstart in den kommenden Monaten im Premium-Segment jenseits der 1.500 Euro einsortieren.
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