OnePlus Watch 4: Titan-Gehäuse und Wear OS 6 ohne große Überraschungen

OnePlus Watch 4
Quelle: OnePlus
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Ein Launch, der keiner ist. OnePlus hat die neue Smartwatch einfach auf die Website gestellt. Keine Pressekonferenz, kein Hype. Nur ein Datenblatt und Renderings. Das wirkt müde, passt aber zur Strategie des Herstellers, der sich im Smartphone-Markt zunehmend zurückhält. Die OnePlus Watch 4 ist da, und sie ist fast identisch mit ihrem Vorgänger.

Äußerlich ändert sich wenig. Das Gehäuse bleibt aus einer Titanlegierung, das Display aus Saphirglas. Die Abmessungen schrumpfen minimal: 11 Millimeter Dicke statt 11,8 Millimeter, 43 Gramm Gewicht statt 50 Gramm. Das sind Verbesserungen, die man am Handgelenk spürt, aber nicht sieht. Die Farbvarianten heißen nun Midnight Titanium und Evergreen Titanium. Beim Vorgänger waren es Obsidian und Emerald. Eine kosmetische Änderung, die nach Neuheit schreit, aber keine ist.

Technisch setzt OnePlus auf Bewährtes. Der Snapdragon W5 Gen 1 taktet weiterhin im Inneren, flankiert von 2 GB RAM und 32 GB Speicher. Das 1,5 Zoll große LTPO-OLED-Display löst mit 466 x 466 Pixeln auf. Die Helligkeit soll bis zu 3.000 Nits erreichen, was einen Zuwachs gegenüber dem Vorgänger darstellt. Betriebssystemseitig kommt Wear OS 6 mit der OxygenOS Watch 8-Oberfläche zum Einsatz. Das garantiert Zugriff auf den Google Play Store, Assistant, Wallet und Maps.

Die Akkulaufzeit bleibt das stärkste Argument. Bis zu fünf Tage im Smart-Modus, 16 Tage im Energiesparmodus. Bei intensiver Nutzung sind es immer noch drei Tage. Damit schlägt die Uhr fast alle Konkurrenten im Wear-OS-Umfeld, inklusive der Pixel Watch und der Galaxy Watch. Geladen wird über ein proprietäres Kabel, die Geschwindigkeit ist hoch, aber nicht dokumentiert.

Sensoren messen Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Hauttemperatur und Schlafphasen. Sturzerkennung und Notfall-SOS sind an Bord. Die Uhr ist nach IP68, IP69 und MIL-STD-810H zertifiziert und hält 5 ATM Wasserdruck stand. GPS, Galileo und Glonass sorgen für Positionsbestimmung. NFC ermöglicht kontaktloses Bezahlen.

Redaktionelle Einschätzung: Die Entscheidung, die Uhr kaum zu verändern, ist riskant. Kunden erwarten bei einer neuen Generation mehr als nur eine Gewichtsreduzierung und neue Farbnamen. Allerdings war die OnePlus Watch 3 bereits ein sehr gutes Gerät. Wenn der Preis stimmt, kann die Watch 4 deren Erfolg wiederholen. Wer eine robuste Wear-OS-Uhr mit langer Laufzeit sucht, wird hier fündig. Innovationssuchende gehen leer aus.

Der Preis ist noch nicht bekannt. In den USA kostete das Vorgängermodell 349 Dollar. Eine Steigerung auf 379 oder 399 Dollar wäre marktüblich, würde aber die Attraktivität schmälern. Eine kleinere, günstigere Variante ist aktuell nicht angekündigt.

Die OnePlus Watch 4 ist kein schlechtes Produkt. Sie ist ein konservatives Update. Ob das reicht, um im dicht umkämpften Smartwatch-Markt zu bestehen, hängt vom Preisschild ab. Technik-Enthusiasten werden die fehlenden Neuerungen kritisieren. Pragmatiker freuen sich über ein bewährtes System in etwas leichterem Gewand.


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