Oppo Find X10: Weltweiter Start mit spürbarer RAM-Kürzung

Der Geekbench-Eintrag zum globalen Oppo Find X10 offenbart eine eklatante Koppelung von Preisschild und Leistung: Während der chinesische Heimatmarkt Ausführungen mit bis zu 16 GB RAM erhält, speist Oppo den Rest der Welt mit 12 GB RAM ab. Bei einem Smartphone, das im oberen Preissegment mitspielt, ist diese Hardware-Kürzung ein bitterer Beigeschmack.
Dimensity-Power bleibt, aber die Speicherschere klappt auf
In der Datenbank von Geekbench 7.1 taucht die internationale Version unter der Modellnummer CPH2911 auf. Die Leistungswerte wirken auf dem Papier solide: 2.528 Punkte im Single-Core und 8.709 Punkte im Multi-Core-Test. Als Herzstück dient der MediaTek Dimensity 9600M (MT6993) in Verbindung mit der Mali G1 Ultra MC12 GPU. Bei der Prozessorwahl verzichtet der Hersteller somit auf Experimente und übernimmt die Recheneinheit der China-Variante.
Der Rotstift wurde stattdessen beim Arbeitsspeicher angesetzt. Im Benchmark-Datenblatt sind lediglich 12 GB RAM verzeichnet. Chinesische Käufer greifen dagegen auf 16 GB RAM zurück. Bereits der erste Leak zum Oppo Find X10 auf Geekbench zeigte den Dimensity 9600M als stramme Basis, doch die Beschneidung des Arbeitsspeichers bremst das globale Modell künstlich aus. Ob weitere Speichervarianten für Europa folgen, bleibt unklar.
Preisschock in Europa und Vorbesteller-Aktionen
Um den weltweiten Verkaufsstart ins Rollen zu bringen, setzt Oppo auf aggressive Vorbestellungs-Anreize. In Großbritannien gelingt der Einstieg über eine Blind-Bestellung im offiziellen Store mit 49 Pfund Anzahlung, belohnt mit bis zu 200 Pfund Rabatt sowie einem kostenlosen Hasselblad-Telekonverter-Kit. Spanien bietet eine Anzahlung von 49 Euro gekoppelt mit bis zu 250 Euro Eintausch-Bonus.
In Italien stehen bereits konkrete Zahlen fest: Das Spitzenmodell Oppo Find X10 Pro Max lässt sich ab dem 8. Oktober 2026 vorbestellen, der Marktstart ist für den 21. Oktober 2026 terminiert. Der aufgerufene Listenpreis von 1.619,99 Euro verschlägt einem allerdings die Sprache. Der direkte Vergleich zwischen dem Oppo Find X10 Pro Max und Xiaomis Topmodell zeigt, dass Oppo diese Summe nur über brachiale Kamera-Technik rechtfertigen kann. Behörden-Zulassungen bei TDRA, NBTC, IMDA und BIS unter der Modellnummer CPH2913 untermauern den weltweiten Rollout inklusive NFC und eSIM.
200-Megapixel-Monster entlarvt den Standard-Kompromiss
Die technische Kluft innerhalb der Serie fällt extrem aus. Während das Standard-Modell mit 12 GB RAM haushalten muss, verbaut Oppo im Pro Max den MediaTek Dimensity 9600 Pro und ein 6,78-Zoll-LTPO-AMOLED-Display mit adaptiven 144 Hz sowie 2.000 Nits Helligkeit.
Das echte Verkaufsargument liefert das Hasselblad-Kamerasystem mit drei 200-Megapixel-Sensoren für Haupt-, Ultraweitwinkel- und Teleaufnahmen. Kombiniert mit dem gewaltigen 8000 mAh Akku im Oppo Find X10 Pro Max, 80 Watt Kabel-Laden und ColorOS 17 auf Basis von Android 17 schiebt sich das Flaggschiff in die Spitzenklasse. Das abgespeckte Find X10 E wird dagegen nicht auf internationalen Testplattformen gelistet und bleibt sehr wahrscheinlich China vorbehalten.
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Laut Dealabs soll es 1499€ kosten, 500€ mehr als der Vorgänger