Pixel 11: Google rudert nach MTE-Patzer peinlich zurück
Google hat sich beim neuen Pixel 11 vergaloppiert und versucht nun heimlich, den Schaden zu begrenzen. Vor kurzem schlug die Entwickler-Community rund um das extrem sichere GrapheneOS noch lautstark Alarm und riet vom Kauf der neuen Flaggschiff-Reihe komplett ab. Der Vorwurf: Das essenzielle Sicherheitsfeature Memory Tagging Extension (MTE) sei ersatzlos gestrichen worden. Wer Wert auf Speicherschutz legte, sollte lieber zum Pixel 8, Pixel 9 oder Pixel 10 greifen.
Nun folgt die Kehrtwende, die einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Die Hardware des Pixel 11 unterstützt MTE nämlich sehr wohl. Google hatte die Funktion keineswegs aus dem Chip geworfen, sondern schlicht tief in der Firmware und dem Betriebssystem gekappt. Branchen-Insider vermuten dahinter ein stumpfes Sparmanöver: Google hat offenbar die nötigen Hardware-Beschleuniger im CPU-Cache eingespart, um die Produktionskosten zu senken. Das Ergebnis war eine MTE-Performance, die völlig in den Keller sackte.
Android 17 bringt MTE durch die Hintertür zurück
Mit der leicht verzögert bereitgestellten Android 17 QPR2 Beta 4 liefert Google die MTE-Unterstützung in der Firmware nun doch nach. Ein Befreiungsschlag ist das allerdings nicht: Im regulären Android-System bleibt das Feature weiterhin standardmäßig abgeschaltet. Immerhin können Entwickler den Tag-Speicher jetzt wieder reservieren und über einen angepassten Kernel manuell aktivieren.
Für GrapheneOS bedeutet das: Eine Unterstützung der Pixel 11-Reihe ist wieder denkbar, aber der Preis dafür ist hoch. Nutzer müssen sich auf spürbare Einbußen bei der Arbeitsgeschwindigkeit einstellen. Ob die Bremsspur auf reine Performance-Probleme der beschnittenen Hardware oder auf handfeste CPU-Bugs zurückzuführen ist, bleibt unklar. Der Hersteller hüllt sich auf Nachfragen wie gewohnt in Schweigen. Das wurde aber auch Zeit, dass zumindest etwas Bewegung in die Sache kommt – auch wenn der Beigeschmack von Sparzwang auf dem Rücken der Nutzer bleibt.
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