Samsung: Galaxy S26 schlagartig 100 Euro teurer

Beim routinemäßigen Abgleich der europäischen Samsung-Storefronts sticht eine geräuschlose, aber drastische Korrektur ins Auge: Der südkoreanische Konzern hat die offiziellen Verkaufspreise der gesamten Galaxy S26-Serie über Nacht angehoben. Nach ersten Preisanpassungen in Indien, Südkorea und den USA erreicht die kalkulatorische Notbremse nun den europäischen Markt, wo Käufer ab sofort bis zu 100 Euro mehr für ihr Smartphone einkalkulieren müssen.
Dass ein Hersteller die UVP laufender Modelle mitten im Produktzyklus nach oben schraubt, bricht mit den ungeschriebenen Gesetzen der Smartphone-Branche. Bislang galt die Regel, dass Straßenpreise wenige Monate nach dem Verkaufsstart nachgeben. Doch steigende Beschaffungskosten in der Chip- und Speicherfertigung zwingen Samsung zum Handeln.
Speicherkrise frisst Margen: Die neuen Preise im Überblick
Der Aufschlag betrifft ausnahmslos alle Konfigurationen der S26-Reihe. Das Einstiegsmodell Galaxy S26 startet mit 256 GB Speicher ab sofort bei 1.100 Euro (vorher 1.000 Euro), während die Version mit 512 GB auf 1.300 Euro klettert. Beim Galaxy S26+ wandert die Ausführung mit 256 GB für 1.350 Euro über den virtuellen Ladentisch, für 512 GB werden nun 1.550 Euro fällig. Beide Varianten legen damit um exakt 100 Euro zu.
Noch deutlicher fällt die Anpassung beim Flaggschiff aus. Das Galaxy S26 Ultra verlangt Kundinnen und Kunden in der Basisvariante (256 GB) jetzt 1.550 Euro ab. Die Ausführung mit 512 GB steigt auf 1.750 Euro, während das Topmodell mit 1 TB Speicher die Marke von 2.150 Euro durchbricht.
| Modell | Speicher | Neuer Preis | Alter Preis | Differenz |
| Galaxy S26 | 256 GB | 1.100 € | 1.000 € | +100 € |
| Galaxy S26 | 512 GB | 1.300 € | 1.200 € | +100 € |
| Galaxy S26+ | 256 GB | 1.350 € | 1.250 € | +100 € |
| Galaxy S26+ | 512 GB | 1.550 € | 1.450 € | +100 € |
| Galaxy S26 Ultra | 256 GB | 1.550 € | 1.450 € | +100 € |
| Galaxy S26 Ultra | 512 GB | 1.750 € | 1.650 € | +100 € |
| Galaxy S26 Ultra | 1 TB | 2.150 € | 1.920 € | +230 € |
Während der Hersteller noch zum Verkaufsstart versuchte, Preissteigerungen durch agressive Rabattaktionen der Galaxy S26-Serie abzufedern, schlägt der reine Hardware-Einkauf nun voll durch. Wie Berichte von GSMArena belegen, wurden die Tarife im Shop ohne Ankündigung angepasst.
KI-Boom verknappt Bauteile: Warum Samsung die Notbremse zieht
Der Grund für den Preisschock liegt tief im Halbleitermarkt begraben. Die Fertigungskapazitäten für DRAM– und NAND-Flash-Speicher sind weltweit angespannt, weil die Chiphersteller beträchtliche Ressourcen für den Bau von KI-Rechenzentren abzweigen. Gleichzeitig steigen die Wafer-Preise für die verbauten SoC-Prozessoren.
Diese Gemengelage trifft Samsung doppelt. Obwohl die Absatzzahlen der S26-Familie und der neuen Foldables stabil sind, droht der Samsung MX Division im dritten Quartal 2026 ein relatives operiertes Defizit. Die Margen schmelzen schlichtweg dahin. Konfrontiert mit anhaltenden engpassbedingten Preissteigerungen beim Smartphone-Speicher, gibt der Konzern den Kostendruck nun direkt an die Kundschaft weiter.
Kettenreaktion im Nahen Osten: Der internationale Druck wächst
Europa ist nicht die letzte Station dieser Preisspirale. Insider wie der Branchen-Kenner AhmedQwaider berichten bereits von bevorstehenden Anpassungen in der Region Naher Osten. Vor allem für den saudi-arabischen Markt wird in den kommenden Tagen ein deutlicher Preisanstieg erwartet.
Die weltweiten Nachwehen der Bauteil-Verknappung erfassen das gesamte Portfolio. Auch Gerüchte über steigende Produktionskosten künftiger Ableger wie dem Galaxy S26 FE verdichten sich. Der Spielraum für günstige Einsteiger- und Mittelklasse-Varianten schrumpft drastisch, da selbst Basiskomponenten im Einkauf deutlich teurer gehandelt werden als noch im Vorjahr.
Zeitenwende für Smartphone-Käufer: Was bedeutet das für den Markt?
Samsungs Entscheidung, die UVP im laufenden Vertriebsjahr anzuheben, dürfte Signalwirkung für die gesamte Branche haben. Wer darauf spekuliert hat, dass Flaggschiff-Modelle gegen Ende des Jahres günstiger werden, sieht sich einer veränderten Marktrealität gegenüber.
Klar ist auch, dass die angespannte Preissituation künftiger Generationen wie dem Galaxy S27 kein temporäres Phänomen bleibt. Solange der weltweite Hunger nach Speicherbausteinen für KI-Anwendungen das Angebot verknappt, bleiben hohe Hardware-Preise der Standard. Für Verbraucher bedeutet das: Schnäppchenjagd wird spürbar schwieriger.
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Damit schießt sich Samsung selbst ins Aus. In dem Fall ist es sogar noch frecher als bei anderen Herstellern, weil Samsung die meisten Teile, wie Speicher selbst produziert, also keine höheren Kosten haben.
Immer Samsung genutzt, das nöchste Gerät wird sicher kein Samsung
Die armen Konzerne machen in diesen Zeiten Riesengewinne und jammern wie die Ölkonzerne über sinkende Margen. Samsung und andere Chiphersteller haben ihre Gewinne übermäßig gesteigert und versuchen mit aller Macht, noch mehr Profit zu erzielen. Mein nächstes Mobiltelefon wird keines der Marke Samsung wie bisher sein. Andere Hersteller bieten inzwischen bessere Technik und vor allem auch Akkulaufzeiten.