Samsung Galaxy S26 Ultra im DXOMARK-Kamera-Test: Eine herbe Enttäuschung auf ganzer Linie

Samsung Galaxy S26 Ultra
Quelle: Samsung

Die Ernüchterung folgt prompt nach dem Verkaufsstart: Das Samsung Galaxy S26 Ultra landet im renommierten DXOMARK-Ranking lediglich auf Platz 18. Mit 157 Punkten teilt sich das neue Flaggschiff das Treppchen ausgerechnet mit dem iPhone 16 Pro aus dem Jahr 2024. Während Apple mit dem aktuellen iPhone 17 Pro (168 Punkte) und Huawei mit dem Pura 80 Ultra (175 Punkte) in fernen Galaxien schweben, stagniert Samsung auf hohem, aber nicht mehr marktführendem Niveau. Das Urteil der Tester ist eindeutig: Die Hardware-Basis bremst die ambitionierte Software aus.

Samsung setzt beim S26 Ultra erneut auf den bekannten 1/1.3-Zoll-Hauptsensor. Im Vergleich zur Konkurrenz, die längst auf massive 1-Zoll-Sensoren vertraut, wirkt das Setup fast schon konservativ. Zwar spendiert Samsung der Hauptkamera eine lichtstärkere f/1.4-Blende, doch Physik lässt sich nur bedingt wegrechnen. Die größere Öffnung sorgt zwar für einen verbesserten Signal-Rausch-Abstand und eine präzisere Trennung bei Bokeh-Aufnahmen, doch feine Details gehen in schwierigen Szenen oft verloren. Besonders bei Porträts in Innenräumen kritisieren die Experten ein störendes Hintergrundrauschen und den Verlust von Gesichtstexturen.

Dennoch gibt es Lichtblicke. Der Autofokus arbeitet bei Tageslicht rasend schnell, und der Weißabgleich zählt zu den stabilsten auf dem Markt. Wer gerne Makros schießt oder den Dynamikumfang bis zum Anschlag ausreizt, wird vom S26 Ultra nicht enttäuscht. Auch der Zoom liefert nun natürlichere Ergebnisse mit weniger künstlicher Nachschärfung. In der Videodisziplin punktet das Gerät mit einer effektiven Stabilisierung, kämpft aber mit leichten Bildverschiebungen bei Kameraschwenks. Es bleibt ein solides Arbeitstier, das jedoch den Anschluss an die absolute Weltspitze verloren hat.

Letztlich zeigt der Test, dass Samsungs Strategie der kleinen Schritte an ihre Grenzen stößt. Während die Bildverarbeitung sichtbare Fortschritte macht, fehlt der entscheidende Hardware-Sprung. Wer das Smartphone primär als Kamera-Ersatz nutzt, findet bei der Konkurrenz derzeit die bessere Auswahl. Fans der Marke müssen wohl oder übel auf das nächste Jahr hoffen. Gerüchte besagen, dass Samsung erst beim Galaxy S27 Ultra das längst überfällige, massive Sensor-Upgrade plant, um Huawei und Apple wieder gefährlich zu werden.

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