Google stampft Pixel Studio ein: KI‑Tools wandern zu Gemini

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Quelle: Google
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Google zieht beim Pixel Studio den Stecker und entfernt mit dem neuesten Update fast alle spannenden Funktionen. Wer ein Pixel 9 oder Pixel 10 besitzt, verliert den Zugriff auf die generative KI innerhalb der App. Das Erstellen von Stickern oder das Bearbeiten von Bildern per Texteingabe funktioniert dort ab sofort nicht mehr. Übrig bleiben nur noch rudimentäre Werkzeuge zum Zuschneiden oder Zeichnen. Google degradiert die einst als Highlight gefeierte Anwendung damit zu einem simplen Editor ohne nennenswerte Intelligenz.

Der Konzern verfolgt eine klare Strategie und macht die Gemini-App zur alleinigen Zentrale für KI-Aufgaben. Nutzer sollen künftig Nano Banana innerhalb von Gemini verwenden, um ihre kreativen Ideen umzusetzen. Google bündelt seine Dienste und beendet das Chaos aus verschiedenen Einzelanwendungen. Für treue Nutzer bietet das Unternehmen immerhin eine Export-Funktion an. So lassen sich bestehende Kreationen aus dem Pixel Studio sichern und in die neue Umgebung übertragen. Dieser Übergang erfolgt schrittweise, damit bisherige Integrationen nicht sofort unbrauchbar werden.

Das schnelle Aus für das erst 2024 eingeführte Pixel Studio überrascht dennoch. Vermutlich rechtfertigten die Nutzerzahlen den Pflegeaufwand für zwei parallele KI-Plattformen schlichtweg nicht. Google setzt nun alles auf eine Karte und stärkt Gemini als universelles Werkzeug. Die Streichung der Objekt-Entfernung und der generativen Effekte zeigt, wie radikal die Entwickler alte Zöpfe abschneiden. Wer bisher gerne mit der Studio-App experimentiert hat, muss sich nun zwingend an die neue Oberfläche gewöhnen.

Am Ende bleibt ein fader Beigeschmack für Käufer der aktuellen Pixel-Generation. Funktionen, die beim Verkaufsstart noch groß beworben wurden, verschwinden nach kürzester Zeit wieder. Das zeigt einmal mehr, wie schnelllebig Software-Features bei Google sein können. Der Fokus liegt nun voll auf einer einheitlichen Nutzererfahrung unter dem Dach von Gemini. Ob dieser Umzug bei den Anwendern gut ankommt, bleibt abzuwarten.


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Ein Kommentar

  1. Ich war gerade etwas verwundert und musste lachen. Seit August letzten Jahres habe ich das Pixel 10 Pro XL, und die App Pixel Studio ist mir völlig da durchgegangen. Die kannte ich bis gerade noch gar nicht. Ich habe von Anfang an, wenn ich irgendwas an Bildbearbeitung gemacht habe, diese mit Gemini gemacht, mit dem entsprechenden Nano-Banana-Modell oder mit ChatGPT. 😁

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