Samsung Galaxy Tab S12 Plus: Erstes Live-Bild killt die Hoffnung auf dünne Displayränder

ikonischer heller Samsung-Schriftzug auf dunklen Hintergrund
Quelle: KI-generiert mit Imagen 3 von Google Gemini
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Wer gehofft hatte, dass Samsung bei seinen Premium-Tablets endlich den radikalen Design-Schnitt wagt, wird heute bitter enttäuscht. Ein frisches Zertifizierungs-Leak zeigt das kommende Oberklasse-Tablet erstmals im realen Einsatz – und entlarvt die jüngsten Gerüchte über ein modernes Punch-Hole-Display als pure Luftschlösser. Für mich zeigt das einmal mehr, wie sehr sich die Koreaner auf ihren Lorbeeren ausruhen.

Das Gerät ist jetzt bei den Zulassungsbehörden Safety Korea und dem indischen BIS aufgetaucht, komplett mit den Modellnummern SM-X840 für die Wi-Fi-Version und SM-X846B für das 5G-Modell. Das ist deshalb spannend, weil diese bürokratischen Schritte traditionell das letzte Puzzleteil vor dem Marktstart sind. Wir können also ziemlich sicher mit einem Release zwischen August und Oktober rechnen.

Der dicke Haken an der vermeintlichen Premium-Rückkehr

Das geleakte Foto der Safety Korea offenbart ein Design, das wir im Grunde schon seit Jahren kennen. Die Displayränder sind auffällig dick und komplett symmetrisch. Die Frontkamera sitzt nach wie vor im Rahmen an der Längsseite – von der gemutmaßten Punch-Hole-Kamera, die das Display durchbrechen sollte, fehlt jede Spur. Samsung hebt sich diesen optischen Kniff vermutlich exklusiv für das sündhaft teure Ultra-Modell auf.

Ultradünne Ränder können bei einem großen Tablet im Alltag ein zweischneidiges Schwert sein. Man braucht einfach Platz für die Daumen, um das Teil vernünftig zu halten, ohne ständig Fehleingaben auszulösen. Aber die Kehrseite ist eben auch: Das Tab S12 Plus sieht dadurch schon ab Werk altbacken aus und verliert im Vergleich zum iPad Pro massiv an optischem Boden.

Überraschend ist allerdings die reine Existenz des Geräts. Nachdem Samsung bei der S11-Reihe das Plus-Modell komplett gestrichen hatte, klaffte eine riesige Lücke zwischen dem normalen Tablet und dem gigantischen Ultra-Brocken. Diese Rückkehr ist logisch, denn viele Nutzer wollen ein großes Display, ohne direkt das Budget für das absolute Top-Modell zu sprengen. Wer verliert bei dieser Nummer? Ganz klar die Konkurrenz von Lenovo und Xiaomi, die in dieser gehobenen Preis-Nische wildern wollten.

Warum Samsung das Risiko scheut

Der Blick auf die nackten Zahlen zeigt, warum Samsung hier so extrem konservativ agiert. Der weltweite Tablet-Markt stagniert, und die Entwicklung neuer Display-Panels mit Notch oder Punch-Hole verschlingt Millionen an Kosten. Da das Plus-Modell wirtschaftlich ohnehin zwischen den Stühlen sitzt, spart sich Samsung das finanzielle Risiko und recycelt das bekannte Gehäuse-Layout.

Es ist ein kalkulierter Kompromiss. Die Koreaner wissen genau, dass die Android-Konkurrenz im Premium-Segment kaum eine Rolle spielt. Solange Apple beim iPad Pro die Preise anzieht, reicht Samsung eine solide Modellpflege ohne optische Experimente, um die eigene Marge im Android-Lager abzusichern. Das ist betriebswirtschaftlich clever, für uns Käufer aber leider sterbenslangweilig.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert