Smart #1 2027: Geely streicht Pure+ und Pulse

Der Konfigurator von Smart enthüllt einen harten Einschnitt für das Modelljahr 2027: Der Hersteller streicht die bisherigen Ausstattungslinien Pure+ und Pulse ersatzlos aus dem Angebot. Damit entfallen auf einen Schlag zwei der wichtigsten Preis-Leistungs-Varianten des kompakten Elektro-SUVs.
Reichweite und Allrad werden zur teuren Aufpreisfrage
Wer bislang die große 66-kWh-Batterie wünschte, ohne für Luxus-Schnickschnack zu zahlen, griff gezielt zum Smart #1 Pure+. Dieser bezahlbare Einstieg in die Langstrecke ist Geschichte. Käufer mit höherem Platz- und Reichweitenbedarf müssen im Konfigurator ab sofort mindestens eine Ausstattungsstufe höher greifen.
Gleichzeitig trifft der Rotstift die sportliche Allrad-Fraktion. Der Smart #1 Pulse bildete mit 271 kW / 368 PS die einzig günstige Option mit zwei Elektromotoren unterhalb des teuren Topmodells. Wer vier angetriebene Räder sucht und beim Smart #1 mit 800-Volt-Upgrade auf Traktion setzt, verliert seinen Preis-Leistungs-Sieger. Das Portfolio schrumpft dadurch radikal von acht auf nur noch sechs Ausstattungsvarianten.
Modellaufstellung 2027: Zwei Akkugrößen, harte Pakete
Das verbleibende Angebot gliedert sich künftig streng nach Batteriekapazität. Die Basisversionen Pure und Pro nutzen weiterhin ausschließlich den kleineren 47-kWh-Akku (netto) in Kombination mit dem 200-kW-Heckmotor (272 PS). Das reicht für die Stadt, bremst Reisen auf der Autobahn jedoch spürbar aus.
Erst ab den Linien Pro+ und Premium steckt die größere 62-kWh-Batterie im Unterboden. Das Allrad-Topmodell behält den großen Stromspeicher und leistet unverändert 315 kW / 428 PS. Diese Umstrukturierung erinnert an die jüngsten Anpassungen beim Smart #5 Allrad zum Modelljahr 2027. Wer ein Bestandsfahrzeug des Modelljahres 2025 ins Auge fasst, profitiert aktuell noch von 6.000 Euro Prämie seitens des Herstellers.
Komplexität raus, Marge rauf: Geelys Strategie
Hinter der Bereinigung steht betriebswirtschaftliche Logik der Muttergesellschaft Geely. Weniger Ausstattungskombinationen bedeuten schlankere Prozesse in der Produktion, reduzierte Lagerhaltung und geringere Logistikkosten. Auf dem hart umkämpften europäischen E-Auto-Markt zählt für chinesische Hersteller aktuell jeder Prozentpunkt Marge.
Die Kehrseite trifft die Kundschaft: Der Zwang zu teureren Paketen verteuert den Smart #1 effektiv für viele Käufergruppen. Ähnliche Schritte sahen wir bereits bei früheren Anpassungen der Preisstruktur beim Smart #1. Individuelle Konfigurationen weichen einer starr paketierten Modellpolitik, die den Gewinn pro verkauftem Fahrzeug maximieren soll.
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