Suzuki e SKY: Elektro-Zwerg für 12.000 € schlägt BYD mit eigenen Waffen

Suzuki e Sky könnte 2027 nach Deutschland kommen
Quelle: Suzuki
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Der Preiskampf auf dem japanischen Markt für elektrische Kei-Cars erreicht eine neue Stufe. Mit dem Suzuki e SKY schickt der Traditionshersteller am 16. November sein erstes voll-elektrisches Mini-Auto ins Rennen – zu einem Kampfpreis von umgerechnet 12.015 Euro (2,12 Millionen Yen bzw. 13.500 US-Dollar). Suzuki knöpft damit dem chinesischen Rivalen BYD den Titel des günstigsten Elektro-Kei-Cars ab, kurz nachdem dieser seinen Racco in Japan präsentiert hatte.

Preisknaller mit Fremd-Technik: Warum Suzuki auf BYD-Akkus setzt

Für die maximale Effizienz entwickelte Suzuki eine eigene Kei-EV-Plattform samt neuem Elektroantrieb, was zu einem Klassenbestwert beim Wechselstrom-Verbrauch von nur 97 Wh/km führt. Die eigentliche Überraschung steckt jedoch im Energiespeicher: Suzuki verbaut Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) ausgerechnet von der Batterietochter des Konkurrenten BYD, um die Produktionskosten drastisch zu drücken.

Dieser Kniff zahlt sich bei der Reichweite aus: Der Suzuki e SKY liefert nach WLTC-Norm bis zu 310 Kilometer (192 Meilen). Zum Vergleich: Das Basismodell BYD Racco 200 kostet mit 2,145 Millionen Yen (12.104 Euro / 13.600 US-Dollar) mehr, bietet mit seiner 22,4-kWh-LFP-Batterie aber nur 210 Kilometer (130 Meilen) Reichweite. Erst die teureren Varianten Racco 300 Plus (2,398 Millionen Yen) und Racco 300 Premium (2,497 Millionen Yen) kommen dank 35,84-kWh-Akku auf 320 Kilometer (199 Meilen).

ModellEinstiegspreis (Yen / Euro / USD)Akku-KapazitätWLTC-Reichweite
Suzuki e SKY2,12 Mio. Yen (~12.015 € / $13.500)K.A. (BYD LFP)310 km (192 mi)
BYD Racco 2002,145 Mio. Yen (~12.104 € / $13.600)22,4 kWh LFP210 km (130 mi)
BYD Racco 300 Plus2,398 Mio. Yen (~13.530 € / $15.200)35,84 kWh LFP320 km (199 mi)
BYD Racco 300 Premium2,497 Mio. Yen (~14.090 € / $15.800)35,84 kWh LFP320 km (199 mi)
Nissan Sakura2,448 Mio. Yen (~13.815 € / $15.000)K.A.< 300 km

Unter 10.000 Euro dank Förderung: Verbrenner-Niveau erreicht

In Japan sind Kei-Cars aufgrund von Steuervorteilen extrem gefragt. Zwar stehen die offiziellen Umweltprämien für den e SKY noch aus, doch bei Anrechnung der staatlichen Förderung von 568.000 Yen (analog zum Gewerbe-Ableger e-Every) würde der Preis des Suzuki e SKY effektiv unter 10.000 Euro fallen. Damit wäre das Elektroauto preislich auf Augenhöhe mit Suzukis beliebtem Verbrenner-Bestseller Spacia, der ab 1,53 Millionen Yen (unter 10.000 US-Dollar) verkauft wird.

Der etablierte Marktführer Nissan Sakura fällt mit einem Einstiegspreis von 2,448 Millionen Yen (15.000 US-Dollar) bei Reichweite und Preis spürbar zurück. Dennoch hat BYD vorgelegt: Innerhalb von zwei Wochen sammelte der BYD Racco über 1.000 Bestellungen ein, und BYD Japan feierte bereits 10.000 kumulierte Zulassungen. Bis Ende 2026 will BYD alleine 10.000 Racco-Modelle absetzen.

Europa-Start 2027: Die 20.000-Euro-Ansage an Twingo und Co.

Während BYD noch keine Pläne für eine Europa-Einführung des Racco bestätigt hat, soll der Suzuki e SKY Berichten zufolge ab 2027 in Europa starten. Ein Deutschland-Start ist zwar noch nicht garantiert, der europäische Verkaufspreis soll sich jedoch inklusive Zoll und Anpassungen um 20.000 Euro bewegen. Hier würde der Japaner direkt auf Konkurrenten wie den Renault Twingo E-Tech und den Leapmotor T03 treffen.

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