Renault Twingo E-Tech: Gemini-KI und Panorama-Glasdach

Drei Modelle des neuen Renault Twingo E-Tech elektrisch in Absolut-Grün, Mango-Gelb und Absolut-Rot aus der Vogelperspektive. Die kompakten Elektro-Kleinstwagen zeigen ihr markantes Retro-Design mit runden LED-Scheinwerfern
Quelle: Renault
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Renault legt beim Pariser Autosalon überraschend nach und spendiert seinem kleinsten Stromer zwei Handfeste Upgrades. Der Renault Twingo E-Tech Electric bekommt ab dem 13. Oktober 2026 nicht nur ein neues, ungewöhnliches Panorama-Glasdach als Option, sondern wirft zeitgleich die veraltete Sprachsteuerung über Bord. Per Over-the-Air-Update hält Google Gemini Einzug in das Cockpit des kompakten Stromers.

Keine Sonnenblende mehr: Das ovale Twingobay-Glasdach

Das neue Glasdach trägt die Bezeichnung Twingobay und fällt sofort durch seine auffällige ovale Formgebung auf. Auf einer Fläche von 0,7 Quadratmetern verzichtet Renault komplett auf eine mechanische Sonnenblende oder ein Stoffrollo. Dass der Innenraum im Sommer trotzdem nicht zur Sauna mutiert, soll eine ausgeklügelte Mehrschichttechnologie verhindern.

Die Scheibe ist fest verbaut und lässt sich nicht öffnen. Eine integrierte Low-E-Beschichtung schirmt die Passagiere ab: Exakt 99,9 Prozent der UV-Strahlung werden herausgefiltert, während der Hauptteil der Infrarotstrahlung draußen bleibt. Das soll das Klima im Innenraum zu jeder Jahreszeit stabil halten und spart wertvolle Kopffreiheit. In Deutschland verlangt Renault für das Twingobay-Dach einen Aufpreis von 600 Euro. Für den Schweizer Markt steht eine offizielle Preisbestätigung noch aus, dürfte sich aber auf ähnlichem Niveau bewegen.

Google Gemini fliegt per OTA-Update ins Cockpit

Der eigentlich wichtigere Schritt passiert allerdings auf der Software-Seite. Renault ersetzt den betagten Google Assistant im Infotainmentsystem durch die moderne KI-Software Google Gemini. Das kostenlose Over-the-Air-Update setzt genau dort an, wo klassische Sprachassistenten im Auto seit Jahren nerven: bei der sturen Abarbeitung starrer Befehle.

Mit Gemini soll das Fahrzeug natürliche Dialoge verstehen, Zwischenfragen verarbeiten und Routenoptionen ohne umständliche Menüabfragen anpassen. Wie konsequent Renault die Software-Architektur und Schnittstellen von Google in der eigenen Flotte ausbaut, zeigt sich hier erneut. Der Twingo zieht damit mit den größeren Modellreihen gleich, ohne dass Kunden dafür in die Werkstatt fahren müssen.

Retro-Nostalgie trifft auf harten Preiskampf

Renault erlebt derzeit einen zweiten Frühling, weil die Kombination aus ikonischem Retro-Design und solider Elektro-Technik bei den Käufern zieht. Der Twingo verkauft sich ebenso wie der Renault 5 und der neu aufgelegte Renault 4 erstaunlich gut. Dieser Erfolg gibt den Franzosen den nötigen finanziellen Rückenwind, um bei der Hardware nachzulegen. Zumal die gemeinsame Plattform-Entwicklung und Akku-Skalierung die Fertigungskosten im Zaum hält.

In Paris gibt der Hersteller mit dem E-Space Concept sogar schon Ausblicke auf eine mögliche Wiederbelebung des Ur-Espace als Elektro-Minivan. Ob das Konzept in Serie geht, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Renault lässt beim Einstiegs-Stromer nicht locker. Die Mischung aus KI-Upgrade und frischem Design-Feature festigt die Position im hart umkämpften Kleinwagensegment, wo selbst die Kooperationen rund um die elektrische Twingo-Basis den Konkurrenzdruck auf die Mitbewerber erhöhen.

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