Tesla startet Fahrdienst in San Francisco: Robotaxis mit Fahrer statt autonomem Fahren

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Quelle: Quelle: Tesla, Inc.
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Nur wenige Wochen nachdem Tesla seinen Robotaxi-Service in Austin, Texas, eingeführt hat, bietet das Unternehmen nun auch in San Francisco und der umliegenden Bay Area einen ähnlichen Fahrdienst an. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied zum texanischen Modell: In Kalifornien sitzt stets ein Fahrer am Steuer.

In Austin nutzen etwa 20 Tesla Model Y den Robotaxi-Service. Dort fahren die Autos in einem begrenzten Gebiet ohne Fahrer auf dem Fahrersitz, lediglich mit einem „Sicherheitsüberwacher“ auf dem Beifahrersitz. Dieser soll im Notfall einen „Kill-Schalter“ betätigen können, um das Fahrzeug sofort anzuhalten – eine Funktion, die Tesla jedoch noch nicht offiziell bestätigt hat.

Das neue Einsatzgebiet in Kalifornien ist dagegen deutlich größer und umfasst die Städte San Francisco, Berkeley, Hayward, Fremont und San Jose, also auch das technologieaffine Silicon Valley. Hier ist ein körperlich anwesender Fahrer Pflicht, der das Fahrassistenzsystem „Supervised Full Self-Driving“ (FSD) benutzt. Dieses System ermöglicht automatisiertes Fahren auf Level 2, bei dem der Mensch jederzeit die Kontrolle übernehmen muss. Tesla bezeichnet dieses Angebot deshalb als „Ride-Hailing“ statt als „Robotaxi“. Ein aktuelles Video aus San Francisco zeigt, dass die Fahrzeuge keine „Robotaxi“-Beschriftung tragen, wie sie in Austin üblich ist.

Im Prinzip ähnelt Teslas kalifornischer Dienst dem Mieten eines Tesla via Uber mit aktivierter FSD-Funktion. Wirkliche Robotaxis wie bei Waymo, der Tochterfirma von Alphabet, fahren in San Francisco bereits ohne Fahrer und erreichen autonomes Fahren auf Level 4.

Warum Tesla in San Francisco einen Fahrer verlangt, ist Gegenstand vieler Spekulationen. Laut dem Magazin Politico hat Tesla bislang offenbar keine vollständigen Betriebsgenehmigungen für autonome Fahrzeuge in Kalifornien beantragt. Das steht im Widerspruch zu Elon Musks Äußerungen der vergangenen Woche, laut denen Tesla auf die Behörden warten würde.

Neben Texas und Kalifornien plant Tesla angeblich auch einen Robotaxi-Dienst in Phoenix (Arizona). Dafür soll das Unternehmen bereits den Kontakt zum dortigen Verkehrsministerium gesucht haben. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für autonomes Fahren variieren in den USA stark, denn die Bundesstaaten regeln dies eigenständig. Während in Texas der Einsatz autonomer Fahrzeuge ohne spezielle Erlaubnis gestattet ist, gelten in Kalifornien strenge Zulassungsprozesse mit umfangreichen Tests. Experten hoffen, dass bald ein einheitliches nationales Regelwerk geschaffen wird, das klare Vorschriften für die Branche festlegt.

Tesla plant trotz der noch nicht vollständig autonomen Services in Texas und Kalifornien den Ausbau des Robotaxi-Angebots auf weitere Bundesstaaten wie Florida, Nevada und Arizona, wie Musk Investoren kürzlich mitteilte.


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