VW ID. Polo läuft vom Band: Warum der günstige Volks-Stromer eine Enttäuschung ist

VW fertigt ab sofort den ID. Polo und den Cupra Raval im Werk Martorell.
Die neuen Elektro-Kleinwagen rollen vorerst nur mit der großen Batterie vom Fließband. Wer auf das günstige Einstiegsmodell wartet, schaut tief in die Röhre. Die billigen Versionen verzögern sich.
Für den Autogiganten steht bei diesem Produktionsstart die eigene Zukunft auf dem Spiel. Dem Konzern fehlen bezahlbare Kompaktstromer im Angebot. Die Konkurrenz aus China flutet den europäischen Markt bereits mit billigen Modellen.

Teurer Akku blockiert das Fließband
Seat investierte über drei Milliarden Euro in den Umbau der Fabrik in Katalonien. Die spanische Tochter leitet das gesamte Entwicklungsteam für diese neue kleine Elektro-Plattform. Auf dieser MEB-Entry-Basis entstehen bald auch die SUV-Ableger VW ID. Cross und Skoda Epiq.
VW nutzt hier den klassischen Tesla-Trick. Die Fabrik schiebt zuerst die teuren Versionen mit hoher Marge zu den Händlern. Der versprochene günstige Einstiegspreis ist im Moment reines Marketing. Renault macht das beim elektrischen R5 cleverer und liefert schneller bezahlbare Varianten.
Die Technik bringt eine Premiere für die kompakte Elektro-Familie des Konzerns. Die Fahrzeuge nutzen einen reinen Frontantrieb. Bei den Energiespeichern verbauen die Spanier preiswertere LFP-Zellen.
Tausend neue Roboter und eine automatisierte Brücke für die Batterie-Montage sollen die Kosten senken. Am Ende entscheidet der echte Basispreis über den Erfolg beim Kunden. Die Konkurrenz hat ihre Autos längst in den Verkaufsräumen stehen.
Quelle: electrive
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