Thunderbird für Android 24.0: Großputz killt Frust-Fehler

Thunderbird Android
Quelle: Mozilla
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Das Entwicklerteam hinter der quelloffenen Mail-App Thunderbird hat die finale Version 24.0 für Android sowie die Beta 25.0b1 freigegeben. Statt unfertiger Design-Experimente liefert das Update handfeste Korrekturen an Stellen, die im mobilen Alltag bisher regelmäßig für Frust sorgten: beim Verfassen im Editor, beim Verwalten von Anhang-Dateien und bei der Steuerung per Tastatur.

Wer Thunderbird auf dem Smartphone für private und berufliche E-Mails nutzt, profitiert in Thunderbird 24.0 sofort von mehr Ordnung bei den Absendern. Signaturen lassen sich ab sofort pro Identität getrennt als HTML formatieren. Beim Antworten fragt die Anwendung bei mehreren Empfängern zudem gezielt nach, ob die Nachricht nur an eine Person oder an alle gehen soll – eine simple Abfrage, die peinliche Fehltritte in Firmenverteilern verhindert. Bereits mit dem Update auf Thunderbird 8.2 kam mehr Ordnung in die Konten-Verwaltung. Zudem skaliert das Konten-Menü lange E-Mail-Adressen jetzt sauber auf zwei Zeilen, statt sie am Rand abzuschneiden.

Editor-Bugs behoben: Kein verschwundener Text mehr im hellen Design

Der Fokus des Releases liegt auf der Beseitigung kritischer Systemfehler. Im hellen App-Design wurde weiß markierter Text im Editor bisher unsichtbar und machte das Korrekturlesen unmöglich – dieser Anzeigefehler ist in Version 24.0 behoben. Auch die Symbole in der Statusleiste bleiben bei der Nachrichtenauswahl nun durchgehend lesbar, und die Empfängerliste klappt nach der Betreff-Eingabe wieder sauber zu. Solch ein Bugfixing ist entscheidend, nachdem bereits Thunderbird 13.0 für Android an Schrauben für mehr Stabilität gedreht hat.

Besonders störend waren unaufgeforderte App-Abstürze beim Hinzufügen von Fotos direkt über die Kamera. Nicht minder gefährlich war ein Bug bei der Funktion „Alle speichern“: Hier wurden beim Herunterladen mehrerer Anhänge alle Dateien fälschlicherweise mit dem Inhalt des letzten Dokuments überschrieben. Beide Schwachstellen sind vollständig beseitigt. Zudem bleiben HTML-Signaturen beim Drehen des Bildschirms ins Querformat erhalten, der QR-Code-Scanner startet ohne eingerichtete Konten fehlerfrei, und die Navigation mit Hardware-Tastaturen bleibt nicht mehr in An-, CC- oder BCC-Feldern hängen.

Beta 25.0b1 testet Remote-Feature-Flags für schnelle Fixes

Parallel dazu startet die Testphase für die neue Beta 25.0b1. Technisches Highlight ist die Einführung von Remote-Feature-Flags: Damit können die Entwickler Funktionen und Konfigurationen aus der Ferne testen und anpassen, ohne jedes Mal ein vollständiges App-Update ausrollen zu müssen. Dazu kommt ein neuer Spendenaufruf im Menü, um das Open-Source-Projekt finanziell abzusichern. Seit den anfänglichen Datenschutzbedenken zum Start von Thunderbird für Android verlässt sich das Projekt stark auf die Community.

In der Beta wurden zudem lästige Benachrichtigungs-Fehler repariert, bei denen gelöschte Mails in der Leiste hängen blieben oder wieder auftauchten. Ein gravierendes Problem mit HTML-Entwürfen, bei dem Anhänge beim Bearbeiten unsichtbar wurden und beim Speichern verloren gingen, ist ebenfalls gelöst. Das Update steht ab sofort über GitHub bereit und rollt schrittweise in den App-Stores aus.

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