Vom defekten Selfie zum zerstörten Gerät: Der Pixel 9 Pro Fold Albtraum
Beim Pixel 9 Pro Fold häufen sich seit Monaten Berichte über einen gravierenden Defekt, der beide Frontkameras gleichzeitig lahmlegt. Die Störung trat erstmals im Spätsommer 2025 vermehrt auf und betrifft sowohl die Kamera im Außendisplay als auch die im Inneren des Faltbildschirms. Viele Besitzer schildern, dass beim Umschalten auf die Frontkamera nur ein schwarzes Bild erscheint, gefolgt von Fehlermeldungen oder abstürzenden Apps. Funktionen wie Gesichtserkennung, Videotelefonie oder Selfie‑Apps lassen sich dadurch nicht mehr nutzen.
Analysen aus der Community deuten auf ein tief sitzendes Hardwareproblem hin. Logdateien zeigen, dass das System die betroffenen Module nicht mehr erkennt. Weder Zurücksetzen noch Neuinstallation der Software bringen Abhilfe. Fachleute vermuten eine beschädigte Verbindung oder einen defekten Kamerachip auf dem Mainboard. Hitze oder die Belastung durch den Faltmechanismus könnten eine Rolle spielen.
Google kündigte Ende 2025 ein erweitertes Reparaturprogramm für Funktionsstörungen an, was viele als indirekte Bestätigung des Problems verstanden. Doch ein aktueller Fall aus Japan zeigt, dass der Reparaturweg selbst zum Risiko werden kann. Ein Nutzer schickte sein Gerät ein, nachdem er den Kamerafehler und kleine Haarrisse am Außendisplay dokumentiert hatte. Google verweigerte die Garantie mit dem Hinweis auf äußere Schäden. Das zurückgesendete Gerät war laut Nutzer jedoch deutlich stärker beschädigt als zuvor: gebrochenes Glas, ein defektes Scharnier und ein beschädigtes Innendisplay. Der ursprüngliche Kamerafehler ließ sich weiterhin reproduzieren. Der Nutzer vermutet, das Gerät sei während der Reparatur beschädigt worden.
Für Betroffene ergeben sich daraus klare Vorsichtsmaßnahmen. Vor dem Einsenden sollten sie den Zustand des Geräts umfassend dokumentieren, idealerweise mit hochauflösenden Fotos und Videos. Ein zusätzliches Video, das alle Funktionen außer den Frontkameras zeigt, kann Missverständnisse vermeiden. Wer die Möglichkeit hat, sollte eine persönliche Abgabe in einem Google‑Store oder bei einem autorisierten Partner bevorzugen, um den Zustand vor Ort bestätigen zu lassen.
Google hat sich zu dem Vorfall bisher nicht geäußert. Der Fall zeigt jedoch, dass nicht nur der Defekt selbst, sondern auch der Reparaturprozess das Vertrauen in das Gerät belasten kann.
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