Xiaomi 18 Ultra: Aus für das 200-MP-Monster – Speicherpreise töten Flaggschiff

Dieser Fall hat Symbolcharakter: Xiaomi streicht das Xiaomi 18 Ultra komplett aus der Roadmap. Was bereits im August als Gerücht durch die Netzwerke geisterte, hat der verlässliche Leaker Digital Chat Station nun mit konkreten Prototypen-Daten untermauert. Der Grund für den plötzlichen Entwicklungsstopp ist keine fehlende Innovation, sondern harte Betriebswirtschaft: Das Gerät wäre schlicht zu teuer für den Markt geworden.
Dreifach-200-MP und 5-Millionen-Benchmark: Was der Prototyp leisten sollte
Die Hardware-Spezifikationen des Prototyps lesen sich wie der Wunschzettel eines Smartphone-Enthusiasten. Auf der Front plante Xiaomi ein vollkommen flaches Display mit extrem schmalen Rändern von gerade einmal 1 Millimeter auf allen vier Seiten. Im Inneren sollte ein Hochleistungschip arbeiten, der im Benchmark über 5 Millionen Punkte stemmt – höchstwahrscheinlich der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6.
Den echten Benchmark wollte Xiaomi jedoch bei der Kamera setzen. Statt auf klassische Mehrfach-Sensor-Setups setzte das Unternehmen auf gleich drei 200-Megapixel-Sensoren:
- Hauptkamera: 1/1.12-Zoll-LOFIC-Sensor für überragende Dynamik
- Ultraweitwinkel: 1/1.56-Zoll-Sensor
- Periskop-Telekamera: 1/1.28-Zoll-LOFIC-Sensor mit kontinuierlichem optischen Zoom
Abgerundet wurde die Kameraeinheit durch eine multispektrale Linse und ein magnetisches System für externe Aufsätze. Noch vor wenigen Monaten deuteten frühere Leaks zum Xiaomi 18 Ultra auf ein Setup mit vier Kameras hin. Der Prototyp ging mit der LOFIC-Technologie und extremen Sensorgrößen jedoch einen noch radikaleren Weg. Ergänzt wurde das Paket durch symmetrische Dual-Speaker, einen 0916-Vibrationsmotor sowie 12 GB RAM und 256 GB Speicher in der Basisversion.
Komponentenkosten explodieren: 1.500-Dollar-Mauer unumstößlich
Warum wischt Xiaomi ein solches Flaggschiff vom Tisch? Der Ansetzungspreis lag bei 9.999 Yuan (ca. 1.490 US-Dollar). Nach Abzug von Importkosten und Mehrwertsteuer hätte das Smartphone in Europa jenseits der 1.800-Euro-Marke landen müssen.
Der Hauptgrund für diesen Preisschock liegt in der Zuliefererkette. Massiv gestiegene Arbeitsspeicher- und NAND-Preise treffen auf die explodierenden Kosten für Qualcomms High-End-Prozessoren. Wie aus dem aktuellen Bericht bei Gizmochina hervorgeht, kalkulierte das Xiaomi-Management, dass die Absatzzahlen bei einem vierstelligen Dollarpreis dramatisch einbrechen würden. Ein wirtschaftlicher Betrieb war nicht mehr darstellbar.
Markt-Prognose: Ist der Verzicht die richtige Strategie?
Der Schritt mag Fans enttäuschen, zeigt aber eine gesunde Vernunft. Die reguläre Serie um das Standardmodell Xiaomi 18 wird wie gewohnt erscheinen. Für das Ultra-Branding heißt es dagegen: Pause. Branchenkenner erwarten die Rückkehr einer Ultra-Variante erst Ende 2027 oder Anfang 2028 mit einem Xiaomi 19 Ultra, wenn sich die Komponentenkosten am Weltmarkt wieder stabilisiert haben.
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