31,4 Tbit/s: Der neue DDoS‑Rekord zeigt, wie gefährlich unser vernetzter Alltag geworden ist

Hacker am PC

Der jüngste DDoS‑Rekord liest sich wie Science‑Fiction: 200 Millionen Anfragen pro Sekunde und ein Datendurchsatz von 31,4 Terabit pro Sekunde. Das Aisuru‑Kimwolf‑Botnetz erzeugte diese Last im November 2025 – nur 35 Sekunden lang, aber genug, um ungeschützte Systeme vollständig zu überrollen.

Die eigentliche Bedrohung sitzt in unseren Haushalten. Das Botnetz rekrutiert seine Kraft aus schlecht gesicherten IoT‑Geräten, besonders Android‑basierten Smart‑TVs und Smart‑Home‑Produkten. Veraltete Software und Standard‑Passwörter machen sie zu idealen Angriffswerkzeugen. Cloudflare meldet für 2025 einen Anstieg der DDoS‑Attacken um 121 Prozent. Ab dem 19. Dezember startete das gleiche Netzwerk die Kampagne „The Night Before Christmas“, die gezielt Telekommunikationsanbieter und IT‑Dienstleister traf.

Deutschland steht dabei doppelt im Fokus. Es gehört zu den am häufigsten attackierten Ländern weltweit und dient gleichzeitig als Ausgangspunkt für Angriffe, weil Angreifer leistungsstarke Cloud‑Server wie die von Hetzner missbrauchen. Über Proxy‑Netzwerke, die aus tausenden manipulierten Apps und Windows‑Programmen bestehen, verschleiern sie ihre Spuren.

Die Schlussfolgerung ist eindeutig. Herkömmliche Schutzmaßnahmen reichen nicht mehr aus. Unternehmen müssen in spezialisierte DDoS‑Abwehr investieren, die solche volumetrischen Angriffe abfangen kann. Privatnutzer sollten ihre IoT‑Geräte endlich absichern – ein kleiner Schritt, der die Netzstabilität spürbar verbessert. Der Rekord von 31,4 Tbit/s markiert keinen Ausreißer, sondern den Beginn eines neuen Normalzustands. Der digitale Beschuss wird weiter zunehmen.


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