VW Wolfsburg: Das Ende des Verbrenner-Golf

VW ID. Golf
Quelle: Autocar

Volkswagen macht im Frühjahr 2026 endgültig Ernst mit dem Umbau seines Stammwerks. Die Montage des klassischen Golf 8 mit Verbrennungsmotor verlässt Wolfsburg und zieht komplett nach Mexiko um. Im Werk Puebla sichert sich der Konzern durch die räumliche Nähe zum US-Markt deutliche Kostenvorteile. In Deutschland macht dieser historische Schnitt den Weg frei für eine technologische Radikalkur.

Zentrales Element dieser Transformation ist die Einführung der Scalable Systems Platform. Diese neue Architektur soll die Komplexität der Produktion halbieren. VW reduziert dafür die aktiven Fertigungslinien in Wolfsburg von vier auf zwei. Das Ziel ist eine hochgradig automatisierte Umgebung für die nächste Generation softwaredefinierter Fahrzeuge. Ab 2027 übernehmen zunächst der ID.3 und der Cupra Born die frei gewordenen Kapazitäten am Standort.

Ein rein elektrischer Nachfolger der Golf-Ikone lässt allerdings noch auf sich warten. Erst gegen Ende des Jahrzehnts startet die Fertigung eines Modells auf der neuen SSP-Basis in der legendären Halle 54. Bis dahin steht der Belegschaft ein massiver Wandel bevor. Da die Produktion von Elektromotoren deutlich weniger Personal erfordert als die klassische Antriebstechnik, fallen bis zum Jahr 2030 etwa 4.000 Arbeitsplätze weg.

Die Unternehmensführung und die IG Metall einigten sich auf einen sozialverträglichen Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen. Dieser Pakt garantiert die Stabilität während der gesamten Umstellungsphase bis 2030. Wolfsburg verliert damit zwar sein langjähriges Aushängeschild mit Benzinmotor, sichert sich aber die Rolle als globales Kompetenzzentrum für die elektrische Zukunft des Konzerns.

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