Pixel 11: Alle Last-Minute-Leaks & Schock-Preise [Video]

Google Pixel 11 in 4 Farben
Quelle: 9to5Google
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Google schafft es vor dem „Made by Google“-Event am 12. August 2026 erneut nicht, die eigenen Leaks einzudämmen. Die unzähligen Vorabberichte zeichnen ein glasklares Bild der Pixel 11-Serie. Was technisch nach einem lang ersehnten Durchbruch klingt, wird an der Ladenkasse zu einer echten Geduldsprobe für Verbraucher.

Als langjähriger Tech-Beobachter muss ich sagen: Googles Entscheidung, beim Basismodell den Startpreis um satte 100 US-Dollar auf nun 899 US-Dollar anzuheben, ist ein harter Schlag. Das Pixel 11 Pro startet bei 1.099 US-Dollar, während das Pro XL bei 1.299 US-Dollar und das Pro Fold bei stolzen 1.899 US-Dollar liegen.

TSMC-Fertigung löst das alte Exynos-Trauma ab

Unter der Haube vollzieht Google den bisher wichtigsten strategischen Wandel in der Geschichte der hauseigenen Chipsätze: Der neue Tensor G6 wird erstmals im modernen 2nm-Verfahren bei TSMC gefertigt. Damit sticht Google sogar Apple aus und sichert sich vorübergehend die technologische Speerspitze bei der Strukturbreite.

In Kombination mit dem Wechsel vom fehlerbehafteten Samsung-Exynos-Modem hin zum MediaTek M90 gehören die jahrelangen Überhitzungsprobleme und Empfangsausfälle der Vergangenheit an. Die neue CPU-Architektur mit einem C1-Ultra-Kern (4,11 GHz) und vier C1-Pro-Kernen verspricht rund 16 % mehr Rechenleistung.

Sparzwang bei der Grafik und RAMageddon im Arbeitsspeicher

Wer jedoch hofft, dass das Pixel 11 Pro zur kompromisslosen Gaming-Maschine wird, muss seine Erwartungen drosseln. Google setzt beim Grafikchip überraschend auf eine ältere PowerVR-Architektur. Das belegt einmal mehr, dass der Konzern Effizienz und Alltagsleistung priorisiert, die Rohleistung in grafikintensiven Spielen aber erneut der Konkurrenz überlässt.

Noch kritischer wiegt die Situation beim Arbeitsspeicher: Die weltweite Krise bei RAM-Bausteinen hat die Kosten von 2,80 US-Dollar auf extrem hohe 12 US-Dollar pro Gigabyte getrieben. Obwohl der Basisspeicher richtigerweise auf 256 GB verdoppelt wird, erwägt Google bei einigen Pro-Modellen eine Beschneidung des Arbeitsspeichers von 16 GB auf 12 GB RAM.

Pixel Glow und ein Abschied vom Temperaturfühler

Beim Design spendiert Google dem Kameravisier ein feines Update: Der bisherige, weitgehend nutzlose Temperatursensor fliegt aus den Pro-Modellen. Stattdessen verbaut Google unter dem Namen HiLight einen RGB-Lichtstreifen im Kameraglas, der visuelles Feedback für Gemini-KI-Aktionen oder Aufnahmen liefert.

Ergänzt wird das Ökosystem durch extrem helle Displays mit bis zu 3.600 Nits beim Pro sowie den erstmals auftauchenden Pixel Tag als Zubehör. Wenn die Geräte ab dem 20. August 2026 in den Handel kommen, liefert Google zwar starke Hardware ab – zwingt Kundinnen und Kunden aber zu spürbaren finanziellen Kompromissen.

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