AirDrop für Android: Warum Googles neue Update-Liste eine Frechheit ist

Google schaltet die AirDrop-Brücke in Quick Share für weitere Smartphones frei. Besitzer von genau 41 ausgewählten Android-Telefonen können Daten nun direkt mit iPhones austauschen. Die erweiterte Liste der kompatiblen Geräte entpuppt sich bei genauem Hinsehen jedoch als echte Enttäuschung.
Samsung dominiert, beliebte Spar-Modelle fliegen raus
Der US-Konzern bevorzugt bei der Verteilung vor allem teure Flaggschiffe. Samsung stellt die größte Gruppe im aktuellen Aufgebot. Die Südkoreaner versorgen ihre Top-Modelle rückwirkend bis zur Galaxy S24-Reihe mit der Apple-Schnittstelle.
Sogar das neue, faltbare Galaxy Z TriFold darf Daten an Apple-Geräte senden. Günstigere Handys gehen leer aus. Die extrem populäre Galaxy A-Klasse taucht in der Aufstellung überhaupt nicht auf.
- Google: Alle Geräte ab dem Pixel 8a inklusive der neuen Pixel 10-Familie.
- Samsung: Galaxy S24 bis S26, aktuelle Foldables und das Galaxy Z TriFold.
- Xiaomi: Einzig das neue Xiaomi 17T Pro ist kompatibel.
- OnePlus & Oppo: OnePlus 15 sowie die Find X9-Serie.
- Warteliste: Motorola razr fold 2026, Oppo Find X8 und Honor Magic8 Pro folgen bald.
Künstliche Schranken für den Premium-Sektor
Die Verteilung wirkt willkürlich und ignoriert den Massenmarkt. Google deckt die eigene Hardware von der Premium-Klasse bis zum Pixel 10a lückenlos ab. Bei der Konkurrenz herrscht dagegen gähnende Leere in der Mittelklasse.
Xiaomi-Nutzer finden im System aktuell nur ein einziges unterstütztes Modell. Honor ist lediglich mit dem faltbaren Magic V6 vertreten. Selbst Samsung-Kunden vermissen schmerzhaft die günstigeren Fan-Edition-Geräte wie das Galaxy S25 FE.
Warum der Hardware-Zwang purer Unsinn ist
Technische Gründe für diese strenge Auslese gibt es nicht. Die Datenübertragung nutzt Bluetooth und WLAN-Verbindungen. Diese Funkchips stecken in jedem modernen Smartphone für zweihundert Euro.
Google blockiert die Funktion absichtlich auf günstigen Handys. Das Feature dient als künstliches Verkaufsargument für teure Premium-Smartphones. Apple sperrt Funktionen seit Jahren für ältere iPhones. Google kopiert diese Methode jetzt und lässt die treue Android-Basis im Regen stehen.
Quick Share läuft auf fast jedem aktuellen Android-Gerät über die Google-Play-Dienste. Eine Freischaltung für alle Smartphones per Software-Update wäre problemlos machbar. Der aktuelle Zustand verärgert Millionen Nutzer von Mittelklasse-Geräten unnötig.
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